Endlich wieder Kerb in Trebur: Kerwe-Opa Andreas Schäffer (Zweiter von rechts) genießt im Kreise Gleichgesinnter die Geselligkeit auf dem Kerweplatz. FOTO: Ralph Keim
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Endlich wieder Kerb in Trebur: Kerwe-Opa Andreas Schäffer (Zweiter von rechts) genießt im Kreise Gleichgesinnter die Geselligkeit auf dem Kerweplatz.

Vereine und Feste

Die Treburer haben ihre Kerb wirklich vermisst

Hinter der Turnhalle ist auch am kommenden Wochenende wieder viel los.

Hinter der Turnhalle gibt es im zweiten Corona-Sommer alles, was das Kerbe-Herz begehrt. Ganz so ausgelassen wie früher kann allerdings nicht gefeiert werden. Das Virus lauert nun einmal noch immer überall.

Rückblick: Als die Kerweborsch und die Kerwemädscher 2019 an der Turnhalle den Kerwebaum in die Senkrechte brachten, ahnten sie nicht, dass ihnen eine lange Durststrecke von gut 24 Monaten bevorstehen würde. Denn ein Jahr später mussten Corona-bedingt sämtliche Kerwe-Aktivitäten abgesagt werden, auch in den übrigen Ortsteilen. Dieses Jahr sah es lange so aus, als würde die mehrtägige Sause ausfallen.

Doch dann die Erlösung: Mitte August gibt es tatsächlich eine Kerb - wenn auch im Vergleich zu den normalen Festen deutlich abgespeckt. Und das erste Wochenende machte deutlich: Die Treburer haben ihre Kerb wirklich vermisst. Mit Begeisterung stürzten sich die Mitglieder des Kerwejahrgangs ins Festgeschehen hinter der Turnhalle der Kerngemeinde.

Kontrolle vor dem Kerweplatz

Und auch die Mitglieder des Alt-Kerwejahrgangs mit Kerwe-Opa Andreas Schäffer standen den Feier-Jungspunden in nichts nach. "Der Kerwejahrgang hat das notwendige Hygienekonzept vorgelegt, so dass kurzfristig eine abgespeckte Kerb auf die Beine gestellt werden konnte", sagte Bürgermeister Jochen Engel (Freie Wähler) erfreut, der selbst zu den Alt-Kerweborsch gehört. Am Zugang zum Kerweplatz war eine Kontrolle notwendig. Jeder musste sich in mittlerweile bekannter Art schriftlich registrieren. Erst dann konnte man eintauchen in die Welt von Autoscooter, Kinderkarussell und alledem, was eine Kerb nun einmal ausmacht. Kohldampf schieben und an Durst leiden musste auch bei der "Kerb light" keiner. Und besonders die Kinder hatten ihre Freude. Dazu ließen die Eltern das notwendige Kerwegeld gerne springen.

Auch Kerwe-Opa Schäffer war anzusehen, dass er froh war, die Zwangspause hinter sich gelassen zu haben. Für die Borsch und Mädscher gelte "2 G", bekräftigte er. Will heißen: geimpft oder genesen.

Bestens gelaufen sei auch der Kerwetanz am Samstagabend in der Turnhalle. Ebenfalls Corona-bedingt habe man die Veranstaltung mit Livemusik einer Partyband auf 150 Besucher begrenzen müssen, mit strenger Kontrolle am Eingangsbereich. "Der Abend kam bei allen Besuchern sehr gut an."

Am kommenden Wochenende ist hinter der Turnhalle noch einmal Kerwevergnügen angesagt: am Freitag und Samstag jeweils von 15 bis 21 Uhr, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr. Und nach der Kerb ist vor der Kerb: Denn auch in Astheim gibt es eine Sause, wenngleich auch hier deutlich abgespeckt. Vom 4. bis 6. September sind auf dem Kerweplatz nahe des Bürgerhauses ein Kinderkarussell und ein Autoscooter aufgebaut. Sogar einen Biergarten gibt es. Ralph Keim

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