Trewwerer Elfen

Das Eigenheim ist ihr Zuhause

Der geplante Verkauf des Treburer Eigenheims beschäftigt die Bürger. Der Verein Trewwerer Elfen will mit seinen Veranstaltungen einen Beitrag für dessen Erhalt leisten.

„Sollte das Eigenheim als Veranstaltungsort wegfallen, würde das auch zwangsläufig das Ende der Elfen bedeuten“, sagt Oliver Leppla mit Bedauern in der Stimme. Aber noch sei der Verkauf nicht realisiert und deshalb wolle man alles tun, um ihn zu verhindern.

Die jungen Herren vom Treburer Männerballett haben sich zu einer Probe im Saal des Eigenheims versammelt. Außerdem stehen erste Vorbereitungen für das von ihnen organisierte Konzert am Samstag auf dem Plan. „Es ist ja nicht damit getan, das Eigenheim vor dem Verkauf zu retten“, meint er. „Wichtig ist vor allem, den schönen Raum mit Leben zu füllen.“

Die Elfen haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan. Als Nachfolger des Männerballetts des Treburer Volkschors sind sie nicht nur tänzerisch in deren Fußstapfen getreten. Auch die Organisation einer großen Fastnachtssitzung haben sie sich zur Aufgabe gemacht.

Und die war auch dieses Jahr wieder ein großer Erfolg. Mit viel Liebe zum Detail hatte sich die Bühne des Traditionshauses in die Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise verwandelt. „Wir sind aber auch außerhalb der närrischen Jahreszeit aktiv“, erklärt Leppla. Am Weihnachtsmarkt hätten die Elfen einen Stand, an dem sie Glühwein und Cocktails anbieten. Die Einnahmen daraus würden für Mieten und Versicherung der eigenen Veranstaltungen genutzt, erläutert er.

„Um das Eigenheim noch besser auszulasten wollen wir in Zukunft aber noch mehr Leben in das Haus bringen“, sagt Leppla mit Blick auf den bevorstehenden Konzertabend. Außerdem möchten die engagierten Treburer erreichen, dass ihr noch relativ junger Verein auch außerhalb der Fastnacht wahrgenommen werde. 30 Mitglieder habe man mittlerweile, verrät das Mitglied der Trewwerer Elfen. Schön wäre allerdings ein weiterer Zuwachs.

Neben den Trewwerer Elfen setzt sich auch eine Bürgerinitiative für die Erhaltung des Eigenheims ein. Sie hat ein Bürgerbegehren gestartet und sammelt Unterschriften für ihre Anliegen. Etwa 1100 Unterschriften seien notwendig, informiert die Initiative. Ende März hatten sie bereits mehr als 1000 Unterschriften gesammelt. Dann könnten sie einen Bürgerentscheid einleiten, bei dem die wahlberechtigten Bürger über die Frage abstimmen „Soll das Eigenheim erhalten bleiben?“.

Das 90 Jahre alte Eigenheim gehöre untrennbar zu Trebur, sei so etwas wie die Seele der Kerngemeinde, argumentieren die Gegner des Verkaufs. Sollten die engagierten Bürger eine plausible Alternativen vorlegen, begrüßen die Gemeindevertreter das Engagement.

Aber die Aussichten sind eher traurig, da der hohe Investitionsstau potenzielle Käufer eher abschrecken dürfte. Und auch wenn die Diskussionen eher das Gegenteil vermitteln: Ein Abriss mit nachfolgender lukrativer Wohnbebauung ist nicht möglich, da das Ensemble überwiegend unter Denkmalschutz steht.

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