Förderverein

Eine neue Quelle für das Schwimmbad

Für das Freibad von Trebur hat sich am Samstag ein Förderverein gegründet. Den Vorsitz hat Jürgen Stich übernommen. Oberstes Ziel des Vereins lautet, die Kommune, die das defizitäre Schwimmbad betreibt, finanziell zu unterstützen.

Mit schwülen 30 Grad zeigte der Frühsommer am Samstag erneut, dass er wohl unbedingt einige Temperaturrekorde brechen will. Für die Freibäder der Region ist die Hitze allerdings ein Segen, kommen doch die Wasserratten in Scharen, um sich in den Becken abzukühlen und auf den Liegewiesen zu aalen.

Besucherzahlen, die an der 100 000er-Grenze kratzen, kann das Treburer Freibad gut gebrauchen, investiert die Kommune als Betreiberin des 1972 eröffneten Schwimmbads doch jährlich mehrere hunderttausend Euro. Bald kann die Verwaltung allerdings mit Unterstützung rechnen. Denn am Samstag gründete sich für das Freibad ein Förderverein.

Über die Mitgliederbeiträge, Spenden und Aktionen will der Verein finanzielle Mittel generieren beziehungsweise geldwerte Leistungen organisieren, um damit die Kommune beim kostspieligen Betrieb des Freibads zu unterstützen. Zum Vorsitzenden wählten die knapp 40 Gründungsmitglieder Jürgen Stich.

Die Gründung erfolgte Monate nachdem Jürgen Stich und eine handvoll Gleichgesinnter die Initiative ergriffen hatten, um sich für das Treburer Freibad zu engagieren. Denn angesichts des immensen kommunalen Schuldenbergs und der jetzt notwendigen Anstrengungen, jedes Jahr einen halbwegs ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen, war das Freibad als freiwillige Leistung der Kommune zwangsläufig in den Fokus von möglichen Sparmaßnahmen gerückt.

Der Gründung des Fördervereins vorausgegangen waren umfangreiche Sondierungen, unter anderem bei ähnlichen Vereinen in der Region. Mit dem Gewinnen von weiteren Mitgliedern will sich der Treburer Förderverein auf eine möglichst breite Basis stellen. „Beitrittsformulare liegen selbstverständlich im Freibad aus“, erläuterte Jürgen Stich. Eine Internetseite für den Förderverein sei in Arbeit.

Nicht bloß wegen der an diesem Nachmittag herrschenden Hitze und des ausgelassen-fröhlichen Geräuschpegels des nahe gelegenen Freibads bekräftigten alle die Notwendigkeit des Schwimmbads für Trebur und die Region. Der Idee, die umliegenden Kommunen mit in die finanzielle Pflicht zu nehmen, wurde allerdings eine Absage erteilt. „Die Stadt Rüsselsheim kann Trebur ja auch nicht für sein defizitäres Theater in die Pflicht nehmen“, nannte CDU-Gemeindevertreter Constantin Mussel ein Beispiel.

Jetzt will der Förderverein – in Abstimmung mit der Verwaltung und den Mitarbeitern des Freibads – einen Plan erstellen, wie und wann er erstmals Unterstützung leisten kann.

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