Gemeindevertreter Stephan Dehler tritt bei der Bundestagswahl für die FDP an.
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Gemeindevertreter Stephan Dehler tritt bei der Bundestagswahl für die FDP an.

Wahlen

"Eine Niederlage gibt es nicht"

Stephan Dehler tritt für die FDP bei der Bundestagswahl an

Trebur -Bei der am 26. September anstehenden Bundestagswahl tritt im hiesigen Wahlkreis für die FDP der Treburer Gemeindevertreter Stephan Dehler an. Er schätzt seine Chancen, das Direktmandat zu gewinnen, was das Ticket nach Berlin lösen würde, jedoch realistisch ein: "Das Direktmandat geht ja in der Regel an CDU oder SPD. Aber ich möchte für mich in diesem Fall auf keinen Fall von einer Niederlage sprechen."

Stephan Dehler weiß, wovon er redet: Bereits bei der Bundestagswahl vor vier Jahren, als die FDP 10,7 Prozent erzielte, trat Stephan Dehler an - bekanntlich ohne Erfolg. In aktuellen Umfragen liegen die Liberalen sogar bei bis zu 13 Prozent. Dennoch ist für Stephan Dehler ein Einzug in den kommenden Bundestag über die FDP-Landesliste wohl eher unrealistisch.

In Berlin geboren

Stephan Dehler kam 1984 in Berlin zur Welt, wo er als Kind aufwuchs und zur Grundschule ging. "Dann sind meine Eltern nach Mainz gezogen, wo ich das Schlossgymnasium besucht habe", erzählt er über sich. In Mainz und Gießen studierte Dehler Volkswirtschaftslehre. Seit gut sieben Jahren lebt Stephan Dehler in der Großgemeinde.

Beruflich ist er im Immobilienbereich tätig. Der FDP-Mann ist mit Marcella Dehler verheiratet, die in der zurückliegenden Legislaturperiode ebenfalls für die FDP in der Gemeindevertretung saß. Gemeinsam haben sie eine Tochter.

Zudem ist Stephan Dehler Geschäftsführer der Basketballmannschaft Gießen 46ers. "Ich bin schon seit einigen Jahren für die Gießen 46ers tätig. Den Verein kenne ich seit meiner Studienzeit in Gießen." Allerdings sei er selbst kein Basketballer, bekräftigt er. Seine sportlichen Talente seien eher im Hockeyspielen zu finden.

Erste Politikluft schnupperte der FDP-Kandidat übrigens in der CDU, der er mit 18 Jahren beitrat. "Ich habe aber schnell gemerkt, dass die CDU nicht zu mir passt. Daher bin ich schnell zur FDP gewechselt." 2016 wurde Stephan Dehler erstmals in die Treburer Gemeindevertretung gewählt. Seit der Wahl am 14. März ist er der einzige FDPler in diesem Gremium. Er amtiert außerdem als Ortsvereinsvorsitzender, als stellvertretender Bezirksvorsitzender und als Mitglied im FDP-Landesvorstand.

Digitalisierung voran bringen

Inzwischen haben für Stephan Dehler die Vorbereitungen für den Bundestagswahlkampf begonnen. Einen Schwerpunkt will er dabei auf die Ausweitung der Digitalisierung legen, die mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor gut einem Jahr unfreiwillig an Schub gewonnen habe. "Vor Corona haben viele mit Zoom nichts anfangen können. Wir müssen daher noch moderner und noch digitaler werden. Die Pandemie hat in diesem Bereich eklatante Fehler aufgedeckt."

In diesem Zusammenhang bescheinigt er der Corona-Politik der Bundesregierung allenfalls und gerade noch so ein "befriedigend". Vor einem Jahr sei die Akzeptanz in der Bevölkerung ja noch recht groß gewesen. "Aber dann hat man sich in bürokratischem Klein-Klein verheddert."

Auch die Themen Bauen, Wohnen und der allgemeine Mangel an bezahlbarem Wohnraum will er in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs stellen. Und dabei will Stephan Dehler auf den klassischen Infostand nicht verzichten. "Alles kann man schließlich auch nicht digitalisieren." Aber Facebook und Instagram sind auch bei Stephan Dehler unverzichtbare Instrumente, um potenzielle Wähler zu erreichen. Ralph Keim

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