Astheimer Kleingärten

Erster Schritt hin zum Bebauungsplan

Die Astheimer Kleingärten, die derzeit noch keinen Bebauungsplan haben, beschäftigten die Ausschüsse. Die Verwaltung hat jetzt einen ersten Entwurf eingebracht.

Eine schöne Laube, eine funktionale Hütte, ein dicht bewachsener Gartenzaun – nichts besonderes für Kleingärten. In Astheim jedoch sind rund 25 Parzellen damit im Prinzip illegal ausgestattet, da es keinen Bebauungsplan gibt – wir haben darüber bereits mehrfach berichtet. Jetzt haben sich die Ausschüsse mit der Problematik befasst.

Denn die Verwaltung hat eine Vorlage eingebracht, die unter anderem vorsieht, dass Gartenhäuschen mit einer Größe von maximal 30 Kubikmeter erlaubt werden. Diese Hütten müssen zudem aus Holz gebaut sein beziehungsweise mit Holz verkleidet werden. Die derzeit eigentlich ebenfalls illegalen Einzäunungen sollen legalisiert werden, sofern sie eine Höhe von zwei Metern nicht überschreiten.

Mit der Vorlage will die Verwaltung den betroffenen Parzelleneigentümern eine Diskussionsgrundlage liefern. Über die notwendige Offenlage könnte die eine oder andere Änderung oder Ergänzung noch eingepflegt werden, heißt es im Erläuterungstext. Die Kleingärtner haben allerdings immer wieder betont, dass sie nicht bereit sind, für die Kosten des Bebauungsplans aufzukommen, worauf die Verwaltung allerdings noch immer besteht.

Die Kleingärtner fordern von der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde (UNB), den aktuellen Zustand der jeweiligen Parzellen zu legalisieren. Die UNB wiederum fordert von der Verwaltung, das Problem des fehlenden Bebauungsplans im Lauf des Jahres zu lösen. Die Vorlage passierte mit deutlicher Mehrheit die Ausschüsse.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die geplante Ansiedlung einer Rossmann-Drogerie unweit der Kantstraße. Der dazu notwendige vorhabenbezogene Bebauungsplan „Sondergebiet Drogeriefachmarkt Trebur“ umfasst 4000 Quadratmeter. Die Rossmann-Filiale soll eine Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern haben. Die Kosten des Verfahrens trägt der Investor.

Ein Ergänzungsantrag der Grünen Liste Trebur (GLT), dass Rossmann-Kunden später einmal die Parkplätze der bereits angesiedelten Unternehmen Penny und Rewe mitnutzen sollen, um die Versiegelung von Flächen zu vermeiden, wurde abgelehnt. Auch der GLT-Antrag, die im Bebauungsplan eingetragene Lärmobergrenze von 75 auf 40 Dezibel herabzusetzen, fand kein Gehör.

Ein weiterer Bebauungsplan soll ermöglichen, dass in der Waldstraße auf einer Fläche von knapp 1600 Quadratmetern das alte Schulgebäude zu einem Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen umgebaut wird. Dabei will der Bauherr unter anderem im Dachgeschoss große Fenster einbauen lassen.

Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, dessen Kosten der Investor zu tragen hat. Es fand sich dafür nur eine äußerst knappe Mehrheit, bei zahlreichen Enthaltungen.

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