Bei der zurückliegenden Kampagne ist Oliver Bundschuh vom ACA für die Fastnachtsansprache noch vor die Kamera getreten. Die nächsten Sitzung plant der Verein wieder mit Publikum. ArchivfOTO: Daniela Hamann
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Bei der zurückliegenden Kampagne ist Oliver Bundschuh vom ACA für die Fastnachtsansprache noch vor die Kamera getreten. Die nächsten Sitzung plant der Verein wieder mit Publikum. ArchivfOTO: Daniela Hamann

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Fastnachter planen Kampagne

  • VonDr. Daniela Hamann
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Der ACA will feiern und sucht das nächste Prinzenpaar

"Wir lassen uns Fastnacht nicht verbieten!" Darin sind sich die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des ACA am Donnerstagabend nach der Sitzung einig. Der Vorstand plant bereits die offizielle Eröffnung der Kampagne am 13. November. "Wie und in welcher Form wir das machen, müssen wir noch schauen. Wir werden aber auf jeden Fall an dem Nachmittag und Abend etwas veranstalten", kündigt Stefan Porciello, zweiter Vorsitzender im ACA, an.

Auch was die Damen- und Herren-Sitzung sowie die Kindersitzung angeht, plant der Verein ganz normal wie vor Corona. Stefan Porciello berichtet allerdings, dass die Honorare der Künstler teilweise stark gestiegen seien, so dass sich es ein Verein wie der ACA kaum mehr leisten könne, große Namen aus der Szene zu buchen.

Mehr Künstler aus den eigenen Reihen

Aus diesem Grund habe der ACA die Strategie "Back to the roots" beschlossen. Das bedeute, so der zweite Vorsitzende, dass in Zukunft wieder mehr Künstler aus den eigenen Reihen zum Zuge kommen sollen. So sei es in der Vergangenheit gewesen. Er selbst trete seit einigen Jahren als Fraa Dabbisch auf und das komme bei den Zuschauern so gut an, dass er jetzt zum Casting der Sendung "Hessen lacht zur Fassenacht" eingeladen wurde, sagt Porciello nicht ohne Stolz. Die Veranstalter der Sendung planten auch ganz normal für 2021/22.

"In Bezug auf die Sitzungen müssen wir natürlich schauen, was die Politik macht. Wenn wir nur 200 Leute in den Saal lassen dürfen, müssen wir absagen, weil sich das dann für uns nicht auszahlt. Genauso ist es, wenn wir keinen Alkohol ausschenken dürfen. Denn damit wirtschaften wir die Ausgaben wieder herein." Auch den über die Ortsgrenzen hinaus beliebten Rosensonntagszug planen die Mitglieder des ACA. "Ob das klappt, steht aber wirklich in den Sternen. Grund ist hier auf jeden Fall der Alkohol, aber in einem anderen Sinne als bei den Sitzungen. Dann werden die Zugbesucher möglicherweise einfach zu enthemmt und liegen sich in den Armen und wir sind dann die Schuldigen, wenn es zu Ansteckungen kommt", sagt Porciello ehrlich.

Erfolgreiche Rappelkisten-Aktion

Auf jeden Fall suche der Verein aktuell nach zwei Prinzenpaaren für die kommende Kampagne - einem erwachsenen Paar und einem Kinderpaar. Die noch amtierenden Paare unterstützten die Suche mit aller Kraft. Viel müssten die Paare gar nicht mitbringen. Lediglich Spaß und die Liebe am Umgang und Feiern mit anderen Menschen seien wichtig. Bewerbungen nimmt der ACA unter kontakt@aca- astheim.de entgegen.

Bei einem Rückblick auf das vergangene Jahr hebt der Vorstand zum einen die Rappelkisten-Aktion bei der vergangenen Fastnacht hervor. Damals hatten die Verantwortlichen Fastnachtskisten gepackt, die bei den Bürgern sehr gut angekommen seien. 500 Stück davon wurden bestellt und ausgeliefert. "Das hat uns auch davor bewahrt, finanziell in die Miesen zu geraten. So konnten wir das Berichtsjahr mit einer Null unter dem Strich abschließen", sagt Porciello erleichtert.

Am 16. Juli veranstaltete der Verein dann ein sommerliches Fastnachsevent. Mit Comedy-Nummern war das Bühnenprogramm Teil des Treburer Kultursommers. "Das war super und die Stimmung war echt toll. Man hat gemerkt, dass die Menschen wieder feiern und Spaß haben wollen." Und es sei zudem spürbar gewesen, dass eine große Mehrheit des Orts hinter dem ACA stehe und ihn unterstütze, so Prociello dankbar.

Daniela Hamann

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