Das Areal rund um das Astheimer Bürgerhaus, wo derzeit eine Anlage für betreutes Wohnen gebaut wird, soll zum neuen Mittelpunkt des Ortsteils entwickelt werden. FOTO: Ralph Keim
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Das Areal rund um das Astheimer Bürgerhaus, wo derzeit eine Anlage für betreutes Wohnen gebaut wird, soll zum neuen Mittelpunkt des Ortsteils entwickelt werden.

Finanzen

Für eine neue Ortsmitte in Astheim

Großgemeinde erhält 250 000 Euro Landeszuwendung

Der Kommune Trebur wurden 250 000 Euro aus dem Landesprogramm "Zukunft Innenstadt" bewilligt. Der entsprechende Bescheid ging bereits am 8. Oktober im Rathaus ein. Dies bekamen die Fraktionen des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch mitgeteilt. Dazu ist jetzt noch ein bestätigender Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung notwendig. Hierfür gab der vorgeschaltete Haupt- und Finanzausschuss schon einmal grünes Licht.

"Das Landesprogramm passt für Astheim", erläuterte Bürgermeister Jochen Engel (Freie Wähler). Mittelfristig geplant sei eine neue Ortsmitte rund um das Astheimer Bürgerhaus, wo in direkter Nachbarschaft gerade eine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen entsteht. Geplant sei außerdem ein rund um die Uhr geöffneter Selbstbedienungsmarkt, in dessen Umfeld auch Carsharing und Mietfahrräder angeboten werden. Freiflächen sollen aufgewertet werden, damit sie zum Verweilen einladen.

Kinderbibliothek als Zweigstelle

Der Gastronom des Bürgerhaus-Restaurants sei außerdem daran interessiert, wieder einen "Gesellschaftsraum" für Familienfeiern anzubieten. Auch erinnerte der Bürgermeister daran, dass in Zusammenarbeit mit der Grundschule in Astheim eine Kinderbibliothek als Zweigstelle der Gemeindebücherei geplant sei. Der Dialog mit den Bürgern sei ein wesentliches Element des Prozesses der Entwicklung. Bei den Fraktionen stieß die Bewilligung auf vorbehaltlose Zustimmung. Die CDU stellte den Antrag, dass künftig noch weitere Ideen und Projekte eingebracht werden können, was ebenfalls auf Zustimmung stieß.

Trebur will mit Nauheim vor dem Hintergrund der Interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung kooperieren. Auch diese Beschlussvorlage der Verwaltung stieß auf Zustimmung des Ausschusses. Dazu soll mit Nauheim eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung abgeschlossen werden. Die Digitalisierung der kommunalen Verwaltung sei unverzichtbar, um öffentliche Aufgaben effizienter wahrnehmen zu können. Bisher seien Trebur und Nauheim bemüht, diese Aufgaben in Eigenregie zu bewältigen.

Eine gemeinsame Vollzeitstelle

Eine Vollzeitstelle für beide Kommunen sei sinnvoller, als dass jede Kommune eine halbe Stelle besetzt, führte Bürgermeister Engel dazu aus. Die neue Vollzeitstelle soll im Treburer Rathaus angesiedelt werden, teilte er mit. Den finanziellen Aufwand, beispielsweise die jährlichen 74 000 Euro an Personalkosten und die jährlich rund 9700 Euro an Sachkosten, sollen sich beide Kommunen allerdings teilen. Hinzu kämen einmalig 18 000 Euro an Fortbildungskosten, allerdings auch ein einmaliger Landeszuschuss von 25 000 Euro pro Kommune.

Über die neue Vollzeitstelle soll unter anderem der Ausbau von E-Government-Angeboten für die Bürger gefördert und realisiert werden. Die Treburer Verwaltung erwartet von der Zusammenarbeit mit Nauheim Synergieeffekte. Auch diese Vorlage wurde einstimmig empfohlen.

Der Ratssaal soll mit einer neuen Konferenzanlage aufgerüstet werden, da mittelfristig die Übertragung der Gremiensitzungen im Internet geplant ist. Dazu sind nach einer aktuellen Vorlage 24 800 Euro notwendig. Im Haushaltsplan für 2021 hat die Gemeindevertretung bereits 15 000 Euro einstellen lassen. Die Mehrausgaben hat der Finanzausschuss ebenfalls einstimmig abgesegnet. Ralph Keim

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