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Hanne und Torsten Messer lassen im "Schmelzpunkt" seit 25 Jahren Schmuckträume wahr werden. Foto: Johanna Thaben

Gewerbe

Handgemachte Geschmeide aus Gold und Platin

Seit 25 Jahren betreiben Torsten und Hanne Messer im Ortskern ihren Laden "Schmelzpunkt" mit Werkstatt. Dort lassen sie die Schmuckträume ihrer Kunden wahr werden.

Trebur -Egal ob Gold, Silber oder Platin: Edelmetalle sind die große Leidenschaft von Hanne und Torsten Messer. Und das bereits seit 25 Jahren. Ihre Goldschmiede "Schmelzpunkt" in der Rüsselsheimer Straße gehört seit einem Vierteljahrhundert fest zum Gewerbe in Trebur.

Dabei hatte ursprünglich alles ganz klein angefangen. "Die Kunden kamen zunächst direkt zu uns in die Werkstatt. Mit der Zeit wurden es dann immer mehr", erinnert sich Goldschmiedemeister Torsten Messer an die Anfänge. Parallel dazu stellten er und seine Frau ihre eigenen Kollektionen auf Messen aus. Das Ladengeschäft in Trebur sei erst später dazu gekommen. "Um als Familie davon leben zu können", wie Hanne Messer mit einem Anflug von Humor berichtet. Sie ist vornehmlich für die Beratung und den Verkauf zuständig. Verstärkt wird das Team in der Rüsselsheimer Straße von Petra Albersmeyer, die dort seit 23 Jahren als Goldschmiedin arbeitet, und von Anne Sophie Funk, die sich im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung befindet.

Kunden kommen trotz Corona

Ursprünglich war zum 25-jährigen Bestehen eine große Feier mit Verlosung geplant. Doch die Corona-Pandemie hat die Pläne zunichte gemacht, ebenso wie die Adventsausstellung im Dezember. Einen Nachholtermin für die entgangene Feier wird es nicht geben.

Wirtschaftlich gehe es dem Betrieb gut, wenngleich sich der Kundenverkehr verändert hat. "Unsere Stammkunden halten uns die Treue und schätzen es, dass sie trotzdem kommen können", berichtet Torsten Messer. Zudem profitiere das Geschäft von lokalen Kampagnen wie "Heimat shoppen". "Wenn es so weiter geht wie bislang, ist es okay", hoffen die beiden, noch einigermaßen glimpflich durch die Pandemie zu kommen.

Anfertigung auf Wunsch

Ganz unterschiedliche Anliegen führen die Kunden in das Geschäft von Hanne und Torsten Messer. Einige kommen mit einem geerbten Schmuckstück und wollen es reparieren lassen. Andere wiederum wollen das alte Edelmetall komplett umarbeiten lassen, so dass ein neues Geschmeide entsteht. Viele Schmuckhersteller setzten dabei mittlerweile auf modernste Computertechnik, nicht aber Torsten Messer. Der Goldschmiedemeister nimmt auch mal einen Block in die Hand und fertigt Skizzen an, zeigt Bilder oder ähnliche Schmuckstücke als Beispiel. Kreativität und Handwerk halten sich bei ihm die Waage. "Das eine geht ohne das andere nicht", schätzt er beide Facetten seines Berufs.

Messer arbeitet in seiner Werkstatt über den Verkaufsräumen vornehmlich mit Gold in weiß, gelb und rosé, sowie mit Platin und Silber. Wer keinen Schmuck zum Einschmelzen hat, muss auf eine individuelle Anfertigung aber nicht verzichten. Messer bekommt seine Rohstoffe zwar nicht beim Großhändler um die Ecke, dafür aber von Scheideanstalten aus der Region, die recyceltes Gold vertreiben. Die Edelsteine bezieht er von Händlern aus aller Welt.

Im Trend liegen momentan vor allem zierliche und hochwertige Schmuckstücke, gerne auch mit einem Edelstein. "Und die 80er Jahre mit ihrer Vorliebe für Roségold kommen wieder", wirft Hanne Messer ein. Auf Kundenwunsch angefertigter Schmuck hat jedoch seinen Preis. Damit auch junge Leute oder Kunden mit kleinerem Budget fündig werden, gibt es im "Schmelzpunkt" nicht nur selbst gemachten Schmuck. Vor allem ausgewählte Ringe, Ketten und Ohrringe aus Silber ergänzen das Sortiment im Laden. So wollen Hanne und Torsten Messer sicher gehen, dass jeder in ihrem Geschäft fündig wird.

Johanna Thaben

Im Advent länger geöffnet

Das Geschäft von Hanne und Torsten Messer hat an den drei Samstagen vor Weihnachten verlängerte Öffnungszeiten bis 16 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten kann unter der Telefonnummer (0 61 47) 78 83 ein persönlicher Termin zum Einkaufen vereinbart werden.

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