Für die Immenhof-Fortsetzung mimt Leia Holtwick erneut die Pferdebegeisterte Lou. Nur kurz darf sie sich ohne Mund-Nasen-Bedeckung zeigen.
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Für die Immenhof-Fortsetzung mimt Leia Holtwick erneut die Pferdebegeisterte Lou. Nur kurz darf sie sich ohne Mund-Nasen-Bedeckung zeigen.

Kinofilm

Leia Holtwick dreht neuen Immenhof-Film: Ein Blick hinter die Kulissen

Leia Holtwick dreht den zweiten Teil der Immenhof-Verfilmung auf dem Peterhof im Saarland. Ein Blick hinter die Kulissen.

Trebur - Idyllisch liegt der Peterhof auf der Anhöhe eines grünen Hügels außerhalb des Perler Ortsteils Borg im Saarland. Das Gestüt von Arlette Jasper-Kohl und Edwin Kohl ist in den zurückliegenden zwei Wochen zum Arbeitsplatz der Treburerin Leia Holtwick geworden. Sie steht derzeit für die Dreharbeiten von "Immenhof - Das große Versprechen" vor der Kamera und spielt erneut die pferdebegeisterte Lou. Gestern wurde auf dem Peterhof, der im Film zum Gestüt Mallinckroth wird, der große Showdown aufgenommen. Danach geht es für die gesamte Filmproduktion nach Bayern. Denn gedreht wird achronologisch nach Schauplätzen.

40 Drehtage stehen auf dem Plan der deutsch-belgischen Koproduktion, an allen ist auch die Treburerin Leia Holtwick am Set. Die ersten davon verbrachte sie im Saarland. Mit dem Showdown auf dem Gestüt sei aber nicht nur der filmische Höhepunkt bereits im Kasten, sondern auch die landschaftlich reizvollsten Aufnahmen. Regisseurin Sharon von Wietersheim zeigte sich ganz begeistert von dem Gestüt nahe der Grenze zu Luxemburg. "Die schönsten Bilder des Films sind hier entstanden", lobt sie die Reitanlage und bezeichnet sie ohne Umschweife als das schönste Pferdegestüt Deutschlands. Auch Heiner Lauterbach, der im Film den Gestütsbesitzer Mallinckroth spielt, habe einmal gesagt, dass Hollywood so eine schöne Kulisse gar nicht hätte bauen können.

Neuer Immenhof-Film: Leia Holtwick aus Trebur spielt Hauptrolle - Corona erschwert die Arbeit

Umso größer sei die Freude über die Erlaubnis gewesen, dort auch den zweiten Teil der Neuverfilmung zu drehen. "So ein Filmteam stellt alles auf den Kopf, ist sich Produzent Frank Meiling des Ausnahmezustands bewusst. Auch Nachwuchstalent Leia Holtwick, die dort 2018 erstmals vor der Kamera stand, freute sich, an bekannte Schauplätze zurückzukehren, aber auch auf ein Wiedersehen mit Schauspielkollegen wie Max von Thun. "Das war am Anfang schon seltsam, dass man sich zur Begrüßung nicht umarmen durfte. Aber nach einer Woche hat man sich gut daran gewöhnt und es macht wieder richtig Spaß am Set, auch wenn man auf Abstand bleiben muss", schildert die Jungschauspielerin ihre Erfahrungen nach den ersten Drehtagen.

Lange habe nicht festgestanden, wann die Fortsetzung gedreht wird. Daher hatte sich Holtwick zunächst den Sommer 2019 freigehalten und keine Rollenangebote angenommen. Denn die damals 17-Jährige durfte neben der Schule nur eine geringe Anzahl an Stunden arbeiten. Und die Immenhof-Fortsetzung hatte bei ihr ganz klar Priorität. Jetzt sind die Dreharbeiten für den zweiten Teil mitten in die Corona-Pandemie gefallen, was die Abläufe am Set nicht unbedingt erleichtere. "Der logistische Mehraufwand ist immens", so Meiling. Doch schon früh sei die Produktionsfirma mit den regionalen Gesundheitsämtern in Kontakt getreten. "Wir hatten schon auch große Sorgen. Doch wir sind gut vorbereitet. Alle nehmen es ernst und halten sich an die Vorgaben." Vor allem gehe es darum, die Schauspieler zu schützen.

„Immenhof - Das große Versprechen“: Leia aus Trebur vor der Kamera - Neue Person taucht auf

Das Sicherheitskonzept der Produktionsfirma sieht unter anderem vor, dass sich die Schauspieler nur mit Schutzmasken am Set aufhalten, sofern sie nicht gerade vor der Kamera stehen. Außerdem würden regelmäßig Corona-Tests gemacht, montags die ganze Filmcrew, donnerstags dann noch einmal nur die Schauspieler. "Bislang waren alle Tests negativ", informiert Meiling. Zudem versuche man anhand verschiedener Aufenthaltszonen, die vier Mitarbeiter-Gruppen zugeordnet sind, die Berührungspunkte untereinander zu minimieren. Die grüne Gruppe bilden beispielsweise die Schauspieler.

Wegen der Corona-Auflagen sind Besuche oder Fahrten nach Hause an den drehfreien Wochenenden nicht erlaubt. Daher begleitet Mutter Nicole Holtwick ihre Tochter während der Dreharbeiten. Zusammen haben sie vergangenes Wochenende einen Ausflug an die Saarschleife unternommen und wurden dabei von Schauspielkollege Max Befort begleitet. Er ist neu im Cast und spielt im zweiten Teil die Rolle des Cal, Lous Freund aus Kindheitstagen. Der lebt zusammen mit seinem Vater abseits der Zivilisation und päppelt mit ihm halbwilde Pferde auf. Im Film wird er Lou bei ihrer Mission unterstützen - und ihr dabei näher kommen.

Neuer Immenhof-Film: Kinostart im Frühjahr 2021 - An Erfolg des zweiten Teils anknüpfen

Vor der Arbeit mit den Tieren habe Befort zwar keine Angst, aber Respekt. "Das ist noch mal eine besondere Herausforderung", blickt er mit ein wenig Skepsis der anstehenden Szene entgegen. Dann ist sein Drehpartner nämlich ein mächtiges Shire Horse mit einem Stockmaß von knapp 1,80 Meter. "Das ist ja ein Walross", wird ihn sein Filmpartner begrüßen, woraufhin er antwortet: "Nein, das ist Mister Big." Insgesamt habe man bei der Fortsetzung am Humor-Rad gedreht und deutlich mehr Gags eingebaut, gibt Meiling einen kleinen Einblick in die Handlung, in der sich die Mädels vom Immenhof neuen Herausforderungen stellen werden. "Jeder hat so seine Heimlichkeiten." Dazu gehört auch, dass Gestütsbesitzer Mallinckroth (Lauterbach) die Mädels vom Immenhof um einen großen Gefallen bittet: Sie sollen das Rennpferd Cagliostro, auf das ein Giftanschlag verübt wurde, auf ihrem Hof verstecken.

Insgesamt sei der zweite Teil subtiler geworden und lasse mehr Interpretationsspielräume zu, findet Holtwick. So hoffe man, an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen. In die Kinos soll der Film im Frühjahr 2021 kommen. (Von Johanna Thaben)

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