Wolfgang Kraft, Heike Staengle, Silvia Bernt und Hewdig Lindemann werden am Sonntag für ihre unermüdliches und jahrzehntelanges Engagement in der Großgemeinde geehrt. FOTO: Gemeinde
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Wolfgang Kraft, Heike Staengle, Silvia Bernt und Hewdig Lindemann werden am Sonntag für ihre unermüdliches und jahrzehntelanges Engagement in der Großgemeinde geehrt.

Ehrung

Immer im Einsatz für die Gemeinschaft

  • VonDr. Daniela Hamann
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Gemeinde verleiht nach neun Jahren erstmals wieder den Bürgerpreis

Hollywoodfeeling hat Bürgermeister Jochen Engel (Freie Wähler) am Sonntagnachmittag im Bürgerhaus von Astheim heraufbeschwört. Rhetorisch zeichnet er das Bild einer Oscarverleihung samt rotem Teppich und vielen Stars nach. Engel erinnert auch an die Olympischen Spiele und die Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr, die beide die Bezeichnung 2020 trugen - sollten sie doch eigentlich im vergangenen Jahr stattfinden.

Genauso sei es auch mit den Bürgerehrungen gewesen, leitet er dann über und nimmt die vielen Zuschauer im Saal mit zum eigentlichen Grund ihres Daseins im Bürgerhaus. Denn der vorletzte Sonntag im Sommermonat August steht ganz im Zeichen der Ehrungen. Und die vier "Stars" der Veranstaltungen erhielten für ihr Engagement der vergangenen Jahre und Jahrzehnte im Gegensatz zu den Hollywood- oder Sportstars kein Geld. Sie seien die Stars des Ehrenamts, deren Lohn darin bestehe, ihre Erfolge im sportlichen, kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu sehen.

Tradition wieder eingeführt

Mit Leidenschaft seien die vier Bürger, die am Sonntag eine Urkunde und eine Ehrennadel erhielten, bei der Sache. Ohne diese Menschen sei das gesellschaftlich, kulturelle, sportliche und soziale Leben in der Großgemeinde nicht denkbar. Gleichzeitig biete die Gemeinde eine Vielfalt, die es nur hier gebe.

2012 sei das letzte Mal der Bürgerpreis vergeben worden, erinnert Engel. Damals sei das Café Wunderbar mit seinem Team der Preisträger gewesen. Dann sei die Verleihung abgeschafft worden - bis vergangenes Jahr - dann wurde die Tradition wieder eingeführt und seitdem aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben. "Heute ist ein guter Zeitpunkt für die Ehrungen", ist sich Jochen Engel sicher. Denn laut RKI sei die vierte Corona-Welle da und damit unklar, wie lange sich Menschen noch im größeren Rahmen treffen könnten. "Wir wissen nicht, wie es in drei oder vier Wochen aussehen wird. Also lassen Sie uns den Nachmittag genießen."

Das tun die Geehrten - Silvia Bernt für den sportlichen Bereich, Wolfgang Kraft für den kulturellen Bereich, Hedwig Lindemann für den sozialen Bereich und Heike Staengle, die den Bürgerpreis für ihr gesellschaftliches Engagement erhält - dann auch.

Lohn und Beifall

Silvia Bernt berichtet zum Beispiel, dass eine ganz besondere Motivation für ihr Engagement im sportlichen Bereich das Strahlen der Kinder ist, wenn sie zum Training kommt. Stolz sei sie zudem darauf, dass einige Kinder, die vormals bei ihr trainiert hätten, nun in der Bundesliga spielten. Seit rund 30 Jahren ist Silvia Bernt als Sporttrainerin ehrenamtlich in der Gemeinde tätig.

Lohn ist für Hedwig Lindemann am Sonntag sicherlich auch die große Unterstützung und die Freude ihrer Astheimer Landfrauen, die mit einheitlichen T-Shirts im Publikum sitzen und begeistert klatschen, als ihre erste Vorsitzende die Ehrung von Ute Lukas und Hildegard Kreuz, zweite Vorsitzende der Astheimer Landfrauen, erhält. Die Pflege von Tradition und Brauchtum sei ein wichtiges Ansinnen von Lindemann, sagt Kreuz und motiviere sie immer wieder dazu, ihren Ideenreichtum für den sozialen Bereich einzusetzen.

Heinrich Egner und Erwin Seitz sind die Laudatoren, die die Urkunde an Wolfgang Kraft überreichen. Sie heben Krafts jahrzehntelangen Einsatz für die Gesellschaft Heimat und Geschichte und sein umfassendes Wissen über die Historie Treburs und seiner Umgebung hervor. Kraft habe viel bewegt und die Großgemeinde mit seinem Engagement bereichert.

Heike Stangle erhält den Bürgerpreis vor allem für ihre Arbeit mit Senioren und bei der Awo. Doch Staengle unterstützte in der Vergangenheit auch die Theatertage in Geinsheim tatkräftig und hat ihr Wissen und ihre Erfahrungen für den Gesangsverein Frohsinn und für das Soziale Netz Trebur eingesetzt.

Daniela Hamann

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