+
Unter den hohen Temperaturen litt der Wald besonders.

Waldwirtschaft

Jahrhundertsommer setzt den Bäumen zu

In den vergangenen Jahren hat Trebur mit seinem Waldbesitz gutes Geld verdient. Ob das auch in Zukunft so sein wird, bleibt abzuwarten. Der sogenannte Jahrhundert macht nämlich auch dem Treburer Wald zu schaffen.

Der Waldwirtschaftsentwurf für 2019 war Thema in den Ausschüssen am Mittwochabend. Die Zahlen erläuterte Klaus Velbecker, zuständiger Bereichsleiter bei Hessenforst. Demnach müsste die Kommune im kommenden Jahr rund 19 800 Euro zuschießen. Denn den zu erwartenden Erträgen in Höhe von knapp 206 000 Euro stehen Ausgaben von knapp 225 400 Euro gegenüber.

Velbecker verwies bei seinen Erläuterungen auf die extreme Trockenheit und die vielfach sehr hohen Temperaturen, die auch dem Treburer Wald zu schaffen machen. „Inwieweit die Trockenheit den Bäumen so geschadet hat, dass sie vielleicht im kommenden Frühjahr nicht mehr austreiben, wird man abwarten müssen“, berichtete er.

Ein Problem mit Borkenkäfern gebe es bei der Fichte, bestätigte Velbecker auf Nachfrage von Andreas Swirschuk (GLT). Doch diese Baumart mache im Treburer Waldbesitz nur zwei Prozent aus.

Besonders Tschechien habe allerdings ein Borkenkäferproblem, was bereits zu immensen Überkapazitäten an zu verkaufendem Holz geführt habe. Klar sei, dass wegen der Witterung Kiefern besonders gefährdet seien, führte Velbecker weiter aus. Nicht wenige seien bereits abgestorben, was jedoch für alle Waldbestände in der Region gelte. Diese Bäume sollen als Nutzholz vorgezogen werden. „Denn es macht keinen Sinn, gesunde Bäume zu fällen, wenn nebenan tote Bäume stehen.“

Der überwiegend bei Mörfelden-Walldorf gelegene Treburer Oberwald hat eine Größe von

527 Hektar

, der auf Treburer Gemarkung gelegene Unterwald macht 86 Hektar aus. In den Jahren 2006 bis 2017 habe der Treburer Wald die Wirtschaftspläne meist übererfüllt und der Gemeindekasse Geld gebracht. Auch für dieses Jahr sehe es dank der noch guten Holzpreise und der guten Qualität vielversprechend aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare