Life for Nature

Kay Metzroth kämpft mir seiner Stiftung für die Natur und die Menschen

Erst im vergangenen Jahr wurde die Stiftung Life for Nature in Trebur von dem ehemaligen Versicherungskaufmann Kay Metzroth gegründet. Seine Ziele: Aufklärung, Entwicklungshilfe sowie Natur- und Tierschutz.

Das Büro von Kay Metzroth gleicht im Moment einer Lagerhalle. „Das sind alles Spenden von Unterstützern. Wir wollen in Kürze einen Flohmarkt veranstalten, um Geld für unsere Projekte zu sammeln“, erzählt Metzroth und deutet auf stapelweise Kleidung und Stofftiere.

Das sei nur ein Teil der Sachspenden. Mit sechs großen Koffern voll mit weiterer Kleidung, Trikots von Darmstadt 98 – der Fußballverein ist einer der Kooperationspartner der Stiftung Life for Nature – und Kuscheltieren wird Metzroth bald für drei Wochen nach Namibia fliegen. Auch in dem afrikanischen Land soll seine Stiftung nachhaltig tätig werden.

Im vergangenen Jahr hat Metzroth Life for Nature gegründet. Warum? „Ich finde die meisten Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen arbeiten sehr oft gegen, anstatt miteinander. Außerdem stecken sie häufig hinter Wirtschaftsinteressen zurück. Das möchte ich mit meiner Stiftung anders machen“, berichtet der Treburer. „Man kann viel mehr erreichen, wenn man zusammenarbeitet und sich nicht von den großen Unternehmen und politischen Lobbyisten einschüchtern lässt.“

Metzroth hat selbst lange bei einem großen Versicherungsunternehmen gearbeitet, war am Ende sogar selbständig. Bis er seiner Überzeugung folgen wollte und beschloss, sich nun zunächst einmal voll und ganz den Zielen seiner Stiftung zu widmen. Doch was sind diese Ziele?

„Die Projekte der Stiftung beschäftigen sich mit vielen Problembereichen unserer Gesellschaft. Regional unterstützt Life for Nature beispielsweise einen Gnadenhof in Weiterstadt. Ich möchte außerdem alles dafür tun, dass meine Heimatgemeinde Trebur das Bio-Ökologische- und Naherholungsgebiet bleibt, das es zurzeit noch ist“, stellt der engagierte 37-jährige fest und fügt hinzu: „Ich werde aus diesem Grund im Januar als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Trebur antreten.“

„Unter dem aktuellen Bürgermeister kommt das Thema lokaler Umwelt- und Naturschutz viel zu kurz. Sollte wieder ein Kandidat seiner Partei

Bürgermeister werden

, sehe ich für unsere Biodiversität keine Überlebenschance mehr“, so Metzroth.

Neben der Unterstützung von Gnadenhof und Tierheimen in der Region, werbe die Stiftung für einen anderen Umgang mit den zurückkehrenden Wölfen. „Erst freuen sich alle, dass es wieder Wölfe in Deutschland gibt, und wenig später fordern Gruppierungen deren Abschuss“, bemängelt Metzroth. Die Projekte von Life for Nature beschränkten sich nicht nur auf Deutschland.

„Wenn ich in Namibia bin, unterstütze ich zum einen eine junge Frau in Outjo, die sich um Kinder in einem Township kümmert. Außerdem arbeite ich mit einer Gruppe junger Fußballer zusammen, die sich bald um eine Tierauffangstation kümmern sollen, die ich im Namen der Stiftung einrichten möchte“, erklärt der Treburer, der vegan lebt.

In Sri Lanka setze sich die Stiftung für Straßenhunde und die Errichtung von Schutzzonen für Wildtiere ein.

Ein gut funktionierendes Netzwerk möglichst vieler nationaler und internationaler Tier- und Naturschutzorganisationen ohne Konkurrenzverhalten einzurichten, sei ein weiteres Ziel von Life for Nature. „Es geht doch um die Zukunft unserer Nachkommen. Wirtschaftliche Interessen sollten dabei hintenanstehen.“

Die Projekte der Stiftung finanziert Metzroth aktuell zum einen aus Spenden. Doch das meiste Geld schieße er aus seinen Ersparnissen hinzu, wie er zugibt. Er würde sich über weitere Unterstützung freuen und verkündet freudig: „Bald kann ich einen Praktikumsplatz anbieten.“

Doch zunächst einmal bereite er sich auf seine Reise nach Afrika vor. „Ich versuche dort einmal im Jahr hinzureisen. Es ist immer ein toller Aufenthalt, denn die Menschen sind sehr dankbar für jede Hilfe.“ Dann sagt Metzroth ernsthaft: „Die Stiftung ist ein Anfang. Doch die Menschen müssen insgesamt ihre Einstellung überdenken. Im Moment folgen viele Zielen, die der Erde und ihren Bewohnern nicht gut tun.“

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