Problemlos in die Senkrechte gebracht

Mit dem Aufstellen des Kerbebaums startete auch in diesem Jahr die Kerb an und in der Turnhalle der Kerngemeinde. In den kommenden Tagen haben sich die Feierbiester des Kerbejahrgangs einiges vorgenommen. Die Schausteller locken mit ihren Attraktionen.

Um 15.09 Uhr war es soweit: Bedingt durch einige Windböen geriet er zwar etwas ins Schwanken. Doch mit sicheren Handgriffen steuerten die Kerbeborsch dagegen. Schließlich glitt der Stamm in die vorgesehene Halterung. Der Kerbebaum stand wie eine Eins. Das fünftägige Treiben in und an der Turnhalle konnte beginnen.

Zehn Stunden vorher: Bei den 17 Kerbeborsch und den 14 Kerbemedscher klingelt der Wecker. Am ersten Tag der Kerb in aller Herrgottsfrühe aufstehen, gehört vor dem Feiermarathon zur Pflicht. „Um 6 Uhr haben wir uns dann getroffen, sind in den Treburer Wald gefahren und haben den Kerbebaum abgeholt“, erzählt Kerbevadder Jens Lösch. Eine 20 Meter hohe Fichte muss gut 15 Kilometer nach Trebur transportiert werden. Das dauert einige Stunden.

Außerdem drei weitere, wesentlich kleinere Kerbebäumchen, die nun den Platz am Hotel „Zum Erker“ und das Wohnhaus von Kerbevadder Lösch zieren. Den dritten Baum haben sich die Alt-Kerbeborsch unter den Nagel gerissen. Die Veteranen werden kommendes Wochenende feiern.

Nach einigen Stärkungen geht es am späten Nachmittag des Kerbesamstags dann weiter zur TV-Turnhalle. Mit zahlreichen blau-weißen Bändern schmücken die Kerbemedscher den Baum, während die Borsch mehr oder weniger hektisch, mit mehr oder weniger Arbeitseifer den Baum für das Aufstellen vorbereiten. Die Stimmung ist bestens, zumal die brütende Hitze der vorausgegangenen Wochen einer perfekten Spätsommerwitterung gewichen ist. Der Wettergott muss ein Treburer Kerbeborsch sein.

Auf Unterstützung seitens der Feuerwehr verzichten die Kerbeborsch auch in diesem Jahr. Nur mit Seilen und mit einer kleinen Leiter wird der Baum binnen weniger Minuten in die Senkrechte gebracht. Zuschauer und Kerbemedscher stehen in sicherer Entfernung.

Jetzt kommt auch Bürgermeister Carsten Sittmann vorbei. Er muss den Fassbieranstich vornehmen. Das Freibier läuft in Strömen. Dann kann die Kerb so richtig losgehen. Und das lassen sich die bestens gelaunten Kerbeborsch und Kerbemedscher nicht zweimal sagen.

Auch die Schausteller sind gut gerüstet. Mit ihren vielen Attraktionen sorgen sie dafür, dass das von den Eltern und Großeltern spendierte Kerbegeld nicht lange im Portemonnaie bleibt.

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