Traditionsmannschaft

Schmucker Kicker sind gut gerüstet für die Eintracht

Fußballfans aufgepasst: Am 30. Mai kommen Charly Körbel, Rudi Bommer, Norbert Nachtweih und weitere alte Haudegen von Eintracht Frankfurt nach Trebur. Die Traditionself des frischgebackenen Pokalsiegers spielt gegen die Schmucker Kicker Trebur (SKT), die ihr 20-jähriges Bestehen feiern.

In der Kabine geht es locker zu: Jemand schiebt einen Kasten Bier unter die Sitzbänke. Ein weiterer Kasten Bier kommt wenige Minuten später hinzu. Als sich die Spieler umgezogen haben, geht es raus auf das Spielfeld. Dass nicht wenige jetzt noch an der Fluppe ziehen, stört hier keinen. Später wird Fußball gespielt. Und auch dabei stört es keinen, dass sich unter den Kickern der eine oder andere befindet, der ein ganz schönes Bäuchlein vor sich herschiebt.

Die Schmucker Kicker Trebur (SKT) spielen ja auch nicht in der Kreisklasse oder der Landesliga. Die SKT sind eine reine Hobbymannschaft, die in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblickt. Und bei Hobbymannschaften sieht man das Fußballspiel wesentlich lockerer als bei den Kollegen des regulären DFB-Ligabetriebs, wo das Rauchen am Spielfeldrand wenige Minuten vor Anpfiff mit Sicherheit ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen würde.

„Die SKT wurden 1998 aus einer Bierlaune heraus gegründet“, erzählt Sascha Fließ, der bei den SKT unter Trainer Tobias Dosch und Capitano Morris Schmidt im Mittelfeld spielt. Da passt es natürlich bestens, dass eine bekannte Privat-Brauerei Namensgeberin ist. „Schmucker spendiert immer wieder einmal was zum Vereinsleben“, ergänzt Sascha Fließ und meint dabei keineswegs neue Stutzen, sondern eher Flüssiges.

Inzwischen gehören die SKT als offizielle Abteilung zum Turn- und Sportverein (TSV) 05 Trebur, auf dessen Platz sie trainieren. „Allerdings sind wir nicht die Alten Herren vom TSV“, betont Sascha Fließ, der auch als Abteilungsleiter fungiert. Der SKT-Kader ist zwischen 30 und 35 Mann im Alter zwischen 20 und 47 Jahren stark.

In der Region zwischen Rüsselsheim und Darmstadt tragen Mannschaften wie die SKT jährlich ihre eigene Hobby-Runde aus. Die Finalspiele sollen in diesem Jahr am zweiten Juni-Wochenende in Rüsselsheim steigen. Die SKT haben gute Chancen, dabei zu sein. Inzwischen gibt es sogar eine Damen-Mannschaft. Die Kickerinnen haben allerdings keine Spielzeiten, sondern kicken ausschließlich nach Lust und Laune. Im Herbst laden die SKT zum großen Hallenturnier ein, bei dem die Damen ihren Prosecco-Cup austragen.

Doch erst einmal freuen sich alle auf den 30. Mai. Am Vorabend zu Fronleichnam kommt die Traditionsmannschaft der Frankfurter Eintracht nach Trebur. Die Ahnen der Pokalhelden und Bayern-Bezwinger des Jahres 2018 haben so klangvolle Namen wie Charly Körbel (spielte 1972 bis 1991 bei der Eintracht), Rudi Bommer (1992 bis 1997) und Norbert Nachtweih (1978 bis 1982 und 1991). Aber die Fußballveteranen haben inzwischen auch ein wenig Blei in den Waden. Denn die Spielzeit beträgt zwei mal 35 Minuten auf dem Kleinspielfeld. Zudem darf der Gegner keinen Spieler nominieren, der jünger als 35 Jahre ist. „Und das war für uns nicht einfach, hat aber gerade so geklappt“, freut sich Fließ auf die Begegnung, von denen die SKTler noch ihren Enkeln erzählen werden.

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