In ihrem Zimmer verbringt Leia ihren Alltag in der Corona-Pandemie. Foto: Sarah Grund
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In ihrem Zimmer verbringt Leia ihren Alltag in der Corona-Pandemie.

Menschen

Schulbank statt Filmset

Schauspielerin Leia Holtwick plant aber schon ihre Zukunft nach dem Abitur

Im Sommer vergangenen Jahres endeten die Dreharbeiten für den zweiten Teil der "Immenhof"-Neuverfilmung unter der Regie von Sharon von Wietersheim. Seitdem hat Hauptdarstellerin Leia Holtwick die meiste Zeit zu Hause in Trebur verbracht, denn auch ohne Kinostart und Premiere waren die letzten Monate für die 19-Jährige turbulent genug.

Im April stand für Leia Holtwick das schriftliche Abitur an. In den Monaten davor lernte sie allerdings nicht nur für ihre Abschlussprüfungen, sondern steckte auch schon in der Planung für das, was danach kommen soll: Ein Studium in Kommunikationsdesign.

Sie könne sich zwar vorstellen, nach der Schule weiterhin zu schauspielern, möchte sich aber unbedingt ein zweites Standbein aufbauen. So oder so soll ihr Berufsalltag später einmal mit Kreativität zu tun haben. Ihr wurde erst Ende 2020 bewusst, was sie nach der Schule machen möchte, erzählt sie.

Allerdings sei der Notendurchschnitt für diesen Studiengang weniger wichtig als die Kunstmappe, die jeder Bewerber einreichen muss - ihre hat sie bereits fertiggestellt.

Das sei sehr viel Stress gewesen, gleichzeitig mit der letzten Klausurenphase vor dem Abitur und dem Lernen für die schriftlichen Prüfungen, erinnert sich die 19-Jährige.

Inspiriert von starken Frauen

Holtwick möchte sich an verschiedenen Universitäten bewerben, Weimar sei hierbei ihr Favorit: "Das war die erste Universität, an der Frauen Kunst studieren durften", erzählt sie stolz. Auch in ihrer Kunstmappe ist klar zu erkennen, dass starke Frauen ihre Arbeit inspiriert haben: Zwischen den abstrakten Illustrationen, die sie in verschiedensten Techniken anfertigte, finden sich die berühmte Kette von Ruth Bader Ginsburg, der Kurzhaarschnitt von Audrey Hepburn und das Bücherregal, hinter dem Anne Frank lebte.

In ihrer Freizeit beschäftigt sich Leia Holtwick gerne mit kreativen Dingen - sie liest gerne, zeichnet und schreibt auch eigene Geschichten. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen habe sie ihre Freunde in letzter Zeit kaum sehen können. Dafür hatte sie aber mehr Zeit für ihre kreativen Hobbys, die sie sonst oft hinten anstellen müsse, wie sie im Gespräch erzählt.

In den nächsten Monaten stehen für Leia Holtwick noch die letzten Abiturprüfungen an: Eine Präsentation in Mathematik und eine mündliche Prüfung in Deutsch. Gleichzeitig rücken auch die Abgabetermine der Eignungsprüfungen und der Kunstmappe für die Universitäten immer näher.

Kinostart noch unklar

Wann der zweite Teil der Immenhof-Reihe in den Kinos starten wird, ist bisher noch nicht sicher. Das hänge von vielen Faktoren ab, erklärt Holtwick. Einer dieser Faktoren sei, wann die Kinos überhaupt wieder öffnen dürfen. Angesetzt sei der Kinostart allerdings für die zweite Hälfte des Jahres.

Ob Leia Holtwick nach dem ausstehenden Filmstart noch ein drittes Mal an den Immenhof zurückkehren darf, sei bislang noch nicht entschieden. Sie würde es sich aber wünschen. "Ich mag es nicht, wenn man Sachen unfertig zurücklässt. Ich glaube, Lous Geschichte ist noch nicht ganz erzählt." Sarah Grund

Holtwick (links) mit ihren Kolleginnen aus dem ersten Immenhof-Teil.

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