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Leo (links) schaut Joachim Wüllenweber fasziniert dabei zu, wie er dessen selbstgebautes Styropor-Boot abschleppt.

Modellboot-Tag

Teamwork ist am Beckenrand gefragt

Am Sonntag war im Treburer Schwimmbad einiges los. Viele Menschen waren gekommen, um ihre teils selbstgebauten, ferngesteuerten Modellboote zu Wasser zu lassen. Dabei gab es auch Kurioses zu sehen.

Leo (6) schaut ganz gespannt auf das, was Joachim Wüllenweber ihm gerade zeigt. Leo kannte Wüllenweber bis zum Modellboot-Tag im Treburer Schwimmbad gar nicht. Er ist mit seinen Eltern in das Freibad gekommen, um sein selbstgebautes Styropor-Boot auszuprobieren. „Das Boot kann man eigentlich mit einem Seil am Wasserrand hinter sich herziehen“, erklärt der kleine Bootsbauer. „Und ein Segel hat es auch. Das habe ich aus meinen Minion-T-Shirt gemacht“, erzählt der Sechsjährige weiter.

Als er sein Boot zu Wasser lassen wollte, habe ihn Joachim Wüllenweber gefragt, ob er das Styropor-Boot mit seinem ferngesteuerten Schleppschiff abschleppen soll. „Das fand ich lustig. Und Herr Wüllenweber zeigt mir jetzt, wie das mit der Fernsteuerung geht“, sagt der Junge und schiebt vorsichtig die Regler auf der Fernsteuerung hin und her. „Ich mag aber auch Autos gerne“, stellt er fest. „Ich war auch schon mal auf einem richtigen Schiff, auf einer Fähre.“ Dann heißt es wieder volle Konzentration. Leo schaut fasziniert zu, wie sein bunt bemaltes Boot, das er übrigens nach sich selbst benannt hat, von dem Schleppschiff durch das Schwimmbad gezogen wird.

Amelie und ihre Schwester Milena stehen indes auf der anderen Seite des Schwimmbeckens. Während ihre große Schwester Milena mit einem ferngesteuerten Speedboot-Modell durch das Wasser heizt, fährt die neun Jahre alte Amelie lieber mit einem ebenfalls ferngesteuerten Bagger am Beckenrand entlang. „Der Bagger gehört meinem Papa. Das Speedboot gehört meiner Schwester und mir“, sagt Amelie. Dann wird es ihr am glatten Beckenrand zu langweilig und sie steuert den Bagger auf die Liegewiese zu. Das macht ihr schon mehr Spaß.

Milena steuert in der Zwischenzeit das Speedboot gekonnt um eine ferngesteuerte Ente herum. „Die Ente ist zwar kein Boot. Aber lustig ist sie trotzdem“, meint die Zwölfjährige lachend. Am Anfang sei es gar nicht so leicht gewesen, ein Boot mit der Handapparatur von der Ferne aus zu lenken. „Man muss dabei immer spiegelverkehrt denken“, erklärt die Jugendliche. „Links ist dann rechts und umgekehrt.“

Sie fahre allerdings schon seit sie klein ist mit ferngesteuerten Booten auf dem Altrhein herum. „Mein Papa ist im Modellbauverein. Er hat mich und meine Schwester schon immer zum Fahren mitgenommen.“ Im Moment heißt das Speedboot noch Atlantic, sagt Milena. „Meine Schwester und ich wollen es aber umbenennen. Wahrscheinlich soll es den Namen Hollywood bekommen. Das passt besser.“

Im Laufe des Tages kommen dank des strahlenden Sommerwetters zahlreiche Besucher zum Modellboot-Tag des Vereins. Einige schauen den Fahrern nur zu. Viele probieren ihre mitgebrachten Wasserfahrzeuge jedoch auf dem kristallklaren Wasser aus und genießen dabei die warmen Sonnenstrahlen.

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