Die ehrenamtlichen Helferinnen des Café Wunderbar in Trebur stehen für die Wiederöffnung bereit.
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Die ehrenamtlichen Helferinnen des Café Wunderbar in Trebur stehen für die Wiederöffnung bereit.

Treffpunkt

Trebur: Im Café Wunderbar ist jeder herzlich willkommen

  • Anna Grösch
    VonAnna Grösch
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Nach der Corona-Zwangspause geht es im Café Wunderbar in Trebur weiter.

Trebur - Im Café Wunderbar, unweit des Treburer Rathauses, trifft man sich zu Kaffee und Kuchen, Suppen und vor allem einem Schwätzchen. Willkommen sind alle, die Kontakte knüpfen wollen oder einfach nur nicht alleine essen möchten. Seit elf Jahren ist das Café, dass von dem sozialen Netz der Gemeinde organisiert wird, in Betrieb. Das ist nur dank der fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen möglich. Als gegen Ende des vergangenen Jahres der zweite Lockdown kam, fehlte die Geselligkeit im Café Wunderbar nicht nur den Gästen. "Wir waren auch alle ausgeknockt und haben gleichermaßen die sozialen Kontakte vermisst", erzählt eine der Helferinnen am Dienstag. Das Miteinander werde im Café groß geschrieben, während des Lockdowns wurde es schmerzlich vermisst. "Beim Einkaufen wurde ich gefragt, wann wir endlich wieder aufmachen", erzählt eine andere Helferin. Aber nach Monaten des Abwartens ist es endlich wieder so weit: Am Dienstag, 22. Juni, geht es mit einem Spielenachmittag wieder los.

Trebur: Kurse im Café Wunderbar finden nicht statt

Auch Gabi Wiffler, die das Projekt für die Gemeinde organisiert, ist froh, dass das Café Wunderbar nun wieder starten kann. Allerdings gelten auch hier einige Regeln, die man beachten muss. "Eigentlich ist es so, wie in den anderen Gastronomiebetrieben auch", erzählt sie. "Im Innenraum gibt es eine Testpflicht, man muss seine Kontaktdaten hinterlassen und eine Maske tragen,wenn man den Platz verlässt." Außerdem hofft das Team auf das Wetter, auf der großen Außenterrasse entfällt die Testpflicht. Für das erste Frühstück am Montag, 28. Juni, kündigt sie eine kleine Überraschung für die Gäste an.

Eigentlich finden in dem Café auch Vorträge und Kurse statt, die sind allerdings bis auf weiteres erst einmal ausgesetzt. "Hätten wir letztes Jahr um diese Zeit gewusst, wie das alles wird, hätten wir gar kein Jahresprogramm gemacht." Tatsächlich sind viele Veranstaltung wegen Corona mittlerweile hinfällig.

Deshalb will das Team des Sozialen Netzes erst einmal langsam machen und auf Sichtweite fahren. "Uns beschäftigt jetzt erst einmal, welche Kurse in diesem Jahr noch stattfinden können." Im Café Wunderbar treffen sich zwar viele ältere Menschen, aber entgegen der Annahme einiger Treburer, kann jeder das Café besuchen kommen, wie eine Mitarbeiterin erzählt. "Man muss nicht sozial schwach sein oder Rentner." Jeder sei willkommen. Die Mitarbeiterinnen im Café übernehmen die Aufgaben ehrenamtlich, auch die Kuchenbäcker nehmen kein Geld. Was das Café einnimmt, kommt sozialen Projekten zugute.

Viele der Stammgäste seien schon aufgeregt und freuten sich darauf, wieder vorbeizuschauen. "Mal sehen, wer vorbeikommt." Etwas Angst hatte das Team davor, dass während des Lockdowns viele Ehrenamtliche abspringen. Aber das war unbegründet. Alle seien dabei geblieben, keine einzige habe sich dazu entschieden, nicht mehr mit zu machen. Eine Erleichterung für Gabi Wiffler, die trotzdem noch Menschen sucht, die Lust und Zeit haben, im Café Wunderbar mitzuarbeiten.

Trebur: Eine sinnvolle Aufgabe im Café Wunderbar

Die Arbeitszeiten seien flexibel und können frei eingeteilt werden. Man kennt sich und verbringt auch abseits der Arbeit Zeit miteinander. Beispielsweise bei der jährlichen Weihnachtsfeier oder beim Sommergrillen. "Es ist einfach eine schöne Gemeinschaft", sagt Wiffler. "Ohne das Engagement würde hier einiges fehlen."

Ein Großteil des Teams ist seit Anfang an dabei. Aber auch wer neu dazu komme, werde direkt integriert. Das Miteinander sei sehr wichtig. "Ich wollte etwas sinnvolles tun", erzählt eine der Helferinnen. "Ich hatte den Wunsch, jemandem zu helfen, dem es nicht so gut geht." Wer Interesse hat, ins Team einzusteigen oder Kuchen zu backen, kann sich bei Gabi Wilffler unter gabi.wiffler@trebur.de melden oder einfach im Café vorbeischauen. Von Anna Grösch

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