Weiß, dass sich der TSV Trebur warm anziehen muss: Trainer Emerich Poharetzki.
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Weiß, dass sich der TSV Trebur warm anziehen muss: Trainer Emerich Poharetzki.

Fußball-Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau

Trebur muss die vielen Fehler abstellen

Mit nur zehn Punkten aus den ersten zwölf Spielen ist Aufsteiger TSV Trebur hinter den eigenen Erwartungen geblieben.

Wie der SC Opel Rüsselsheim hat der TSV Trebur erst zwei Siege in der Fußball-Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau verbuchen können. Nur ein Punkt trennt den SC Opel auf Rang 14 und Trebur auf dem 16. Platz. Angesichts der Tabellensituation erwartet der Treburer Trainer Emerich Poharetzki „ein Spiel auf Augenhöhe“, wenn sich die beiden Vereine am Sonntag (15 Uhr) in Rüsselsheim gegenüberstehen.

„Uns ist ein mittelmäßiger Start gelungen“, sagt Poharetzki. Bei seiner Analyse der ersten zwölf Spiele ist ihm aufgefallen, dass sein Team nur dem SV St. Stephan und Gernsheim (0:5) deutlich unterlegen war. Eines der größten Treburer Probleme ist die Fehlerquote. „Wir haben zu viele Fehlpässe im Spiel“, weiß der Trainer des Aufsteigers. So gut wie jeder Defensivspieler habe sich schon vermeidbare Schnitzer erlaubt. Poharetzki vermutet, dass einige Spieler ihre Qualitäten überschätzt haben. Zudem mussten die Spieler sich erst in der neuen Spielklasse zurecht finden. „Unser Ziel war immer nur der Klassenerhalt“, stellt Poharetzki klar. Die Kreisoberliga sei ein ganz anderes Pflaster: „Hier muss man 90 Minuten konzentriert spielen und alle Mannschaften sind für 90 Minuten fit.“

Handlungsbedarf sehen die Treburer Verantwortlichen schon jetzt in der Defensive. 30 Gegentore hat der Tabellenvorletzte bisher kassiert – nur Schlusslicht AC Italia Weiterstadt (70) musste mehr Treffer hinnehmen. Poharetzki wird darauf in der Winterpause reagieren. Die Neuzugänge Serdar Anik und Ihsan Celiker, die im Sommer kamen, haben der Mannschaft gut getan. Celiker stärkt die Offensive, Anik schätzt der Trainer ob dessen Qualitäten als „Sechser“ oder als Spielgestalter. Da Celiker jedoch sechs Monate ohne Spielpraxis war, fehlte ihm noch die Spritzigkeit. Inzwischen werde der Stürmer immer besser. Das ist umso wichtiger, als mit Onur Anuk der Torschützenkönig der vergangenen Jahren bis zur Winterpause mit einem Muskelriss ausfällt: „Ein großer Verlust für uns. Vor allem als Typ fehlt er unserer Mannschaft“, sagt der Trainer. Jedem in Trebur ist inzwischen klar, dass es darum geht, bis zur Winterpause die Nichtabstiegsränge nicht aus dem Blick zu verlieren. Emerich Poharetzki ist davon überzeugt, die Mannschaft das Potenzial hat, um in der Liga bleiben zu können. Entscheidend wird sein, die Nerven zu behalten und die vielen einfachen Fehler abzustellen. „Es kann nicht sein, dass ein Zuspiel über fünf Metern nicht zum eigenen Mitspieler findet“, sagt Poharetzki. Inzwischen hat er Passübungen verstärkt in den Trainingsbetrieb eingebaut.

Am Sonntag beim SC Opel ist der Einsatz von Treburs Spielführer Basri Karakoc (Leistenverletzung) gefährdet, ansonsten kann Poharetzki den bestmöglichen Kader aufbieten. Offen ist noch, wer im Tor steht. Zuletzt beim 3:5 gegen Mörfelden kam Lazar Prstojevic nach seinem Wechsel vom VfR Groß-Gerau zu seinem Debüt. Ob Prstojevic oder Stammtorhüter Emre Akinci beginnt, will der Trainer erst kurzfristig entscheiden. Klar ist: „Wir wollen am Sonntag den Dreier. Der Klassenerhalt wird aber noch nicht entschieden.“

Außerdem spielen: Traisa – Dersim Rüsselsheim, Türk. G. Rüsselsheim – Büttelborn, Mörfelden – Hahn, Gernsheim – SV St. Stephan, Groß-Gerau – Seeheim-Jugenheim, Weiterstadt – Modau (alle Sonntag, 15 Uhr). step

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