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Die frischgebackene CDU-Landtagsabgeordnete Ines Claus

Politisches Heringsessen

Niederlage von Constantin Mussel bei Bürgermeisterwahl kein Thema bei der CDU

Das politische Heringsessen der CDU Trebur ging harmonisch über die Bühne. Und das trotz der Niederlage von Constantin Mussel bei der Bürgermeisterwahl. Die Schlappe war bei der Veranstaltung kaum Thema.

Mit einem Ergebnis von gerade einmal 20,8 Prozent unterlag CDU-Chef Constantin Mussel bei der Bürgermeisterwahl Ende Januar unerwartet deutlich. Redebedarf scheint es bei den Christdemokraten deshalb nicht zu geben. Beim Heringsessen seiner Partei streifte Mussel das Thema jedenfalls nur kurz. „Wir können die für Trebur notwendigen Schritte konstruktiv begleiten. Aber wir haben ab Sommer nicht mehr den Druck und die Verantwortung“, sagte Mussel mit Blick auf den Anfang Juni anstehenden Wechsel im Büro des Bürgermeisters. 

Constantin Mussel: Heringsessen kein geeigneter Rahmen um über das Ergebnis der Wahl zu sprechen

„Unser Heringsessen ist nicht der richtige Rahmen, um über das Ergebnis der Wahl zu sprechen oder um auf mögliche Konsequenzen beziehungsweise Veränderungen innerhalb meiner Partei einzugehen“, erläuterte Mussel auf Nachfrage dieser Zeitung. „Das wird, wie bereits angekündigt, wohlüberlegt und mit zeitlichem Abstand geschehen. Wir haben absolut keinen Zeitdruck.“

Das Heringsessen sei das erste Zusammenkommen der CDU nach der verlorenen Wahl gewesen und sollte überwiegend der Geselligkeit dienen.

Für Amtsinhaber Carsten Sittmann war es das letzte Mal, dass er als Bürgermeister das Heringsessen seiner Partei besuchte. Und so geriet sein Grußwort zu einer kurzen Abschiedsrede, bei der er sich bei seinen Parteifreunden für die vergangenen sechs Jahre bedankte. „Auch wenn die Zeit als Bürgermeister wegen der schlechten finanziellen Rahmenbedingungen nicht einfach war“, so Sittmann, der das Amt bald an Jochen Engel (Freie Wähler) übergeben wird. 

Neue Landtagsabgeordnete Ines Claus blickt zurück

Die frischgebackene CDU-Landtagsabgeordnete Ines Claus blickte beim Heringsessen auf die ersten Wochen der Schwarz-Grünen Landesregierung seit der konstituierenden Sitzung des Landtags am 18. Januar zurück.

Dabei drückte Ines Claus ihre Zufriedenheit und Freude darüber aus, dass es nach der Wahl am 28. Oktober doch noch zu Schwarz-Grün gereicht hat. Auch freue es sie, dass es ein neues Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit Patrick Burghardt (vormals Staatssekretär im Wissenschaftsministerium und ehemaliger Rüsselsheimer Oberbürgermeister) als Staatssekretär gibt. Auch für die innere Sicherheit bringe die Landesregierung einiges auf den Weg.

Mit Blick auf die Diskussionen in der zurückliegenden Fastnachtskampagne und den Wirbel um CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer unterstrich Ines Claus, dass besonders in der Fastnacht Spaß erlaubt sein dürfe – allerdings ohne zu diskriminieren. „Und ich bin auch dafür, dass man sich weiterhin als Indianer verkleiden darf“, konnte sie sich eine Bemerkung zu einer weiteren närrischen Diskussion der zurückliegenden Tage nicht verkneifen.

VON RALPH KEIM

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