Der Sportclub Astheim will den Nachwuchs fördern und wieder eine eigene Jugendabteilung aufbauen. FOTO: Fotolia
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Der Sportclub Astheim will den Nachwuchs fördern und wieder eine eigene Jugendabteilung aufbauen.

Vereine

Trotz Corona keine Spur von Stillstand

Sportclub hat viele Pläne für die Zukunft - Angebot ausbauen

Ein erweitertes Sportangebot, neue Trainer und mehr Nachwuchsförderung: Der Sportclub Astheim (SCA) hat große Pläne für die Zukunft. Einen Großteil davon hätte er wahrscheinlich schon längst umgesetzt, wäre die Pandemie nicht dazwischengekommen. "Durch Corona ist alles ins Stocken geraten", bedauert Vereinsvorsitzender Michael Mundschenk. Aber nicht nur das. Die Pandemie habe beim SCA auch zu einem Mitgliederschwund geführt.

Finanziell habe das den Verein glücklicherweise nicht in Schieflage gebracht, resümiert Mundschenk bei der Jahreshauptversammlung im Biergarten des Sport-Casinos Astheim. "Der Verein ist gesund und hat kein Minus gemacht", berichtet er erleichtert. Sogar einige Neuzugänge habe es gegeben.

Jugendabteilung wieder aufbauen

Wenngleich die Jahresberichte kürzer als gewohnt ausfielen, zeigen sie doch eines: untätig war der SCA in den zurückliegenden zwölf Monaten nicht. So habe man beispielsweise die Schließzeit des Sport-Casinos genutzt, um die Kabinen auf Vordermann zu bringen. Die wurden neu gefliest und die Sitzbänke ausgetauscht. Den Boden im Biergarten habe man ebenfalls erneuert.

Auf sportlicher Ebene sei 2020 trotz Einschränkungen ebenfalls kein Jahr des Stillstands gewesen. Dennis Verzay und Wolfgang Görlich haben das Training der ersten beiden Mannschaften übernommen. Nachholbedarf gebe es jedoch im Bereich der Nachwuchskicker. "Wir wollen wieder eine Jugendabteilung aufbauen, aber das ist nicht so einfach. Dafür brauchen wir jemand, der uns hilft." Derzeit trainieren die Jugendspieler beim TSV Trebur. Mit dem habe man 2019 eine Spielgemeinschaft gegründet, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können.

Der Fußball ist aber nur das eine Standbein des Vereins. Ebenfalls zum Repertoire des SCA gehört die Gymnastikgruppe. Die bestehe überwiegend aus Frauen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren und werde schon seit vielen Jahren von Käthe Breideband geleitet. Einmal in der Woche treffen sich die Damen, um bei Sport und Spiel ihre Gesundheit zu erhalten. Doch auch in diesem Bereich stehen Änderungen bevor, wie Mundschenk berichtet. "Unsere Gymnastikleiterin ist 85 und will 2022 aufhören", verkündet er. Der Fortbestand der Abteilung sei aber gesichert, da künftig ein Mitglied aus der Gruppe die Leitung übernehmen werde.

Step-Aerobic neu im Programm

Wenn alles klappt, wird es beim SCA demnächst ein weiteres Sportangebot geben. Dann soll Step-Aerobic mit ins Programm aufgenommen werden. "Ich habe gehört, das soll fürchterlich anstrengend sein", berichtet Mundschenk mit einem Schmunzeln. Die Nachfrage sei von der früheren Tanzgruppe gekommen, die sich aufgelöst hatte. Das neue Angebot steht und fällt aber mit Corona. Denn der Verein hatte bereits einen Trainer in Aussicht, bevor die Pandemie alle weiteren Planungen auf Eis gelegt hatte. "Jetzt wollen wir das wieder angehen", ist Mundschenk optimistisch. Und vielleicht klappt die Umsetzung ja noch vor dem Jubiläumsfest zum 75-jährigen Bestehen des Vereins. Das steht 2023 an und soll groß gefeiert werden. Denn vorerst werde es zunächst keine Veranstaltungen geben. Johanna Thaben

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