Die Kita Kunterbunt soll zum 1. September um eine Gruppe erweitert werden. foto: dpa
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Die Kita Kunterbunt soll zum 1. September um eine Gruppe erweitert werden.

Betreuung

Weitere Gruppe für Kita Kunterbunt

Gemeinde rechnet mit rund 100 000 Euro Mehrkosten

Die Betreuung der Kinder prägte die jüngste Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Kultur und Sport. Die Kita Kunterbunt soll zum 1. September um eine Gruppe erweitert werden. So lautet der Plan der Verwaltung, die in die aktuelle Gremienrunde eine entsprechende Vorlage eingebracht hat. Im Ausschuss am Mittwoch fand der Plan, den Fachdienstleiterin Astrid Plahuta vom Fachbereich Soziales vorstellte, bei zwei Enthaltungen breite Zustimmung.

Mit der Erweiterung fallen 70,3 zusätzliche Stunden für Personal an, was vom 1. September bis Ende des Jahres mit 37 500 Euro zu Buche schlägt, im gesamten Haushaltsjahr 2022 mit mehr als 112 500 Euro. Dann kämen auch rechnerische 1,8 Stellen hinzu. Ebenfalls 2022 könne die Kommune mit mehr als 37 200 Euro an Zuschüssen vom Land rechnen. In diesem Jahr sei die Frist dieses Zuschusses bereits abgelaufen.

Betreuungszeiten ausweiten

Erweitert werden könnte auch der Naturkindergarten - in erster Linie, was die Betreuungszeiten angeht. Denn bislang gibt es im Naturkindergarten auf der Ludwigsaue lediglich eine Vormittagsbetreuung von 7.30 bis 12.45 Uhr. Wie Bürgermeister Jochen Engel (parteilos) im Ausschuss berichtete, gebe es mittlerweile auch eine höhere Nachfrage nach Nachmittagsbetreuung beziehungsweise einer Ganztagsbetreuung.

Angedacht ist eine zeitliche Erweiterung bis 15 Uhr und der Kauf eines weiteren Bauwagens. Damit die Kinder keinen Kohldampf schieben müssen, würde das Essen über einen Caterer geliefert werden. Grundsätzlich könnten aber auch bei Bedarf die Betreuungsplätze im Naturkindergarten von 20 auf 40 verdoppelt werden.

Insgesamt müsste die Kommune nach ersten Schätzungen mit rund 100 000 Euro kalkulieren. Dem gegenüber stünde möglicherweise ein Investitionskostenzuschuss von 50 000 Euro sowie weitere 15 500 Euro an zusätzlichen Einnahmen. Das Personal müsste von zwei auf drei, die Stunden von 75 auf 106 aufgestockt werden. Das würde weitere Zusatzkosten von 49 700 Euro nach sich ziehen.

Skeptisch zeigte sich Astrid Schickling (SPD), die den Naturkindergarten bis Herbst 2015 geleitet hat. Der abgelegene Standort im Ortsteil Hessenaue eigne sich nicht für eine Erweiterung des Naturkindergartens, gab sie zu bedenken. Besser wäre die Erweiterung einer bestehenden Kita um den Faktor Natur.

Dem entgegnete Astrid Plahuta, dass diese Bedenken durchaus bedacht worden seien. Probleme mit der für eine Erweiterung erforderlichen Genehmigung sieht Plahuta nicht. Bürgermeister Engel verwies darauf, dass es sich erst einmal um Überlegungen seitens der Verwaltung handele, denen in absehbarer Zeit eine entsprechende Verwaltungsvorlage folge.

Gebühren vorerst nicht erhöhen

Und auch das betrifft die Kinderbetreuung: Die GLT hat den Antrag eingebracht, dass in diesem Jahr die Gebühren für die Kinderbetreuung in allen Bereichen mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Krise nicht erhöht werden. In den Jahren 2022 bis 2025 sollen die Gebühren um jeweils zwei Prozent erhöht werden. Die Freien Wähler wollen dagegen die betreffenden Eltern auch in den Jahren bis 2025 von den U3-Gebühren befreit sehen. Seitens der CDU kam der Antrag, Erhöhungen erst ab 2023 umzusetzen. Auf Initiative von Rüdiger Lukas (Freie Wähler) sollen diese drei Forderungen in einen gemeinsamen Antrag gegossen werden, so dass einer Zustimmung in der Gemeindevertretung nichts im Wege stehen dürfte. rke

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