Netzwerk Betriebliches Mobilitätsmanagement

Umdenken bei der Mobilität

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Das Projekt „Südhessen effizient mobil“ wirbt für alternative Fortbewegungsmöglichkeiten. Das zahlt sich im Kreis Groß-Gerau bereits aus.

Seit der ersten Stunde sei der Kreis Groß-Gerau dabei, sagte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne). Der Kreis sei stolz darauf, was in den vergangenen fünf Jahren mit dem Programm „Südhessen effizient mobil“ erreicht worden sei. Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) wurde dieses Jubiläum mit einer Arbeitstagung gefeiert.

Die Bilanz für den Kreis Groß-Gerau braucht sich auch bei näherem Hinsehen nicht zu verstecken. Die Kommunen Nauheim und Mörfelden-Walldorf sind, ebenso wie die Kreisverwaltung, erfolgreich in das Programm eingestiegen, wobei die Doppelstadt ihre Zertifizierung bereits vor längerer Zeit erhalten hat. Nauheim hat die Zertifizierung des Mobilitätsmanagements im Oktober 2015 bekommen. Motivation auf dem Weg zu dem begehrten Papier war, den Ist-Zustand der Mobilität der städtischen Bediensteten nicht nur zu analysieren, sondern so schnell wie möglich zu verbessern. Die Politiker sehen sich auf einem guten Weg. Von den 170 Beschäftigten sind inzwischen 31 Prozent mit dem Fahrrad, 6 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 18 Prozent zu Fuß unterwegs.

Seit 2011 hat das Netzwerk Betriebliches Mobilitätsmanagement Südhessen

60 Unternehmen beraten

. Davon profitierten bislang mehr als 34 000 Beschäftigte. „Wir begleiten Unternehmen und Institutionen bei der Erstellung und Umsetzung eines eigenen Mobilitätskonzepts“, erklärte Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt-Rhein-Main GmbH (ivm). Wer wolle, könne sein Engagement auch von der IHK zertifizieren lassen.

Das Netzwerk, welches das Programm anbietet, ist ein Zusammenschluss aus der Stadt Darmstadt, den Landkreisen Groß-Gerau und Darmstadt-Dieburg, der dortigen Nahverkehrsorganisation, der ivm, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der IHK Darmstadt.

Walter Astheimer sieht für den Kreis Groß-Gerau in den Angeboten der ivm das Modell der Zukunft. Nur mit Bussen, Bahnen, Auto-Fahrgemeinschaften, Fahrrad und auf Schusters Rappen sei dem drohenden Verkehrskollaps gerade in Ballungsräumen zu begegnen. Deshalb sei das Nahverkehrskonzept für den Kreis auch nach dem Programm „Südhessen effizient mobil“ konzipiert worden.

Das Konzept sei zunächst mit den Behörden rund um das Landratsamt und dem Kreiskrankenhaus umgesetzt worden. Inzwischen nutzten 90 Prozent der 1200 Beschäftigten Jobtickets, um zur Arbeit zu kommen. Es habe sich gezeigt, dass

Barrierefreiheit

nicht allein die Erreichbarkeit der Busse oder Bahnen betreffe. Sie müsse auch für den Zugang zu den Haltestellen erreicht werden.

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