Burgfest

Viel Fleiß und Schweiß vor der Party

Am heutigen Freitag wird auf der Gustavsburger Ochsenwiese das Burgfest eröffnet. Für den Vorstand des Sport- und Kulturbunds (SKB), der die viertägige Sause organisiert, enden anstrengende Tage der Vorbereitung. Jetzt wird gefeiert.

Das Handy war in den zurückliegenden Tagen das wichtigste Utensil für Daniel Martin. Ständig hat es geklingelt, und ständig musste der Vorsitzende des Sport- und Kulturbunds (SKB) Antworten geben, Anweisungen erteilen, kleine Probleme sofort lösen und bei größeren Problemen die baldige Lösung in Aussicht stellen. Und wenn das Handy mal eine Weile Ruhe gab, checkte Daniel Martin damit die Wetteraussichten.

Je näher das viertägige Burgfest gerückt ist, das der SKB als Dachverband der Gustavsburger Ortsvereine jedes Jahr an Pfingsten organisiert, desto mehr und intensiver glühten die Telefondrähte – und auch die Nervenbahnen. Der rund zehntägige Aufbau der Budenstadt auf der Ochsenwiese samt Lichterketten, Tischen, Bänken und Hauptbühne hatte für den gesamten SKB-Vorstand mehrere 15-Stunden-Tage hintereinander zur Folge, durchzustehen nur mit einer ordentlichen Dosis an Koffein.

„Ich schätze mal, dass wir allein vier bis sechs Kilometer Kabel verlegt haben“, überschlägt Daniel Martin in einem der wenigen ruhigen Augenblicke. Hinzu kommen mehrere hundert Meter an Lichterketten. Und die Tische und Bänke für rund 1500 Menschen samt Zeltdächer haben sich auch nicht von alleine aufgestellt.

Vor der körperlichen Arbeit war Hintern-Plattsitzen am Schreibtisch angesagt: „Allein das notwendige Sicherheitskonzept, das wir vorlegen mussten, umfasste mehr als 30 Seiten“, erläutert Daniel Martin. Hinzu kamen unzählige Telefonate und Mails, über die beispielsweise die Regelung der Parkplätze geklärt wurde. „Penny und Rewe stellen uns freundlicherweise ihre Kundenparkplätze zur Verfügung“, zeigt sich Daniel Martin dankbar. Als es diese Parkplätze noch nicht gab, kam bei schönem Wetter auch schon mal der Autoverkehr zum Erliegen.

Apropos Wetter: Das grundsätzlich an Pfingsten steigende Burgfest ging schon bei 28 Grad und strahlendem Sonnenschein über die Bühne, allerdings auch bei kühlen 13 Grad mit Regenschauern.

Die Frage, wie das Wetter an Pfingsten werden wird, ist daher für Daniel Martin genauso spannend wie in diesem Jahr für die Briten, die an Pfingstsamstag in London eine royale Hochzeit feiern – bei zu erwartenden sonnigen 20 Grad und wolkenlosem Himmel.

Der ganze Stress, die ganze Anspannung und die kurzen Nächte liegen jetzt am Freitag erst einmal hinter dem SKB-Vorstand. Den 15-Stunden-Tagen folgen 12-Stunden-Tage des Feierns. Um 18 Uhr schlagen Daniel Martin und Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha am heutigen Freitag das Bierfass an. Die Besucher werden zum viertägigen Burgfest strömen, auch wenn das Wetter einmal nicht so toll sein sollte. Und auch das ist programmiert: Der Abbau ab Dienstag wird wesentlich schneller als der Aufbau vonstatten gehen.

Zum Schluss die Wetteraussichten für Gustavsburg: an allen Tagen eine Regenwahrscheinlichkeit von höchstens 36 Prozent (was immer das auch heißt) und mindestens 21 Grad.

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