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Wissenswertes über die Zweitwohnsitzsteuer

Wer sich in Deutschland einen zweiten Wohnsitz zulegt, muss in der Regel eine Zweitwohnungsteuer zahlen. Die Höhe der Steuer legen meist die Gemeinden fest. Sie richtet sich weitgehend nach der Jahreskaltmiete. Der Steuersatz für die zweite Wohnung variiert in Deutschland stark.

Ausnahmen von der Steuer gibt es nur wenige. Im Jahr 2005 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass Berufspendler, die am Arbeitsort eine Zweitwohnung haben, nicht zahlen müssen – allerdings nur, wenn sie verheiratet sind. Für Wohnungen in Alten- oder Pflegeheimen wird zum Beispiel ebenfalls keine Steuer fällig. Auch Straftäter, die im Gefängnis sitzen, müssen nicht zahlen. In Bayern entfällt die Steuer für Geringverdiener. In der Regel werden die Gründe für die zweite Wohnung – also etwa Ausbildung oder Studium – nicht berücksichtigt.

Wer die Steuer bezahlen muss, sollte die Steuer als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen, wenn die Zweitwohnung aus beruflichen Gründen unterhalten wird. dpa

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