Schnelles Internet

Der Kreis Limburg-Weilburg startet weiteren Breitbandausbau

  • schließen

Allein im kommenden Jahr werden im Kreis Limburg-Weilburg 3,4 Millionen Euro für schnelles Internet ausgegeben. In Sachen Breitband sei die Region bereits Spitze, sagt Landrat Manfred Michel. Und doch werden noch leistungsstärkere Internetzugänge benötigt. Die gibt es künftig zumindest in öffentlichen Gebäuden.

Bis September kommenden Jahres sollen sämtliche Schulen, Krankenhäuser sowie Verwaltungsgebäude im Kreis Limburg-Weilburg direkt ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Dies erklärte gestern Vormittag Landrat Manfred Michel (CDU). Das Projekt startete mit einem symbolischen ersten Spatenstich an der Linden-Grundschule in Lindenholzhausen. Im ersten von sechs Bauabschnitten werden die Schulen im Vorwahlbereich 0 64 31 versorgt, also die Einrichtungen der Kreisstadt Limburg, der Gemeinde Elz sowie die Dehrner Grundschule.

Der erste Abschnitt solle bis Mai oder Juni 2019 umgesetzt sein, wie Projektleiter Lukas Meudt von der Telekom versprach. Der letzte der parallel dazu startenden weiteren fünf Bauabschnitte dann drei oder vier Monate später. Auch im Bauabschnitt zwei, dem Weilburger Raum, wird schon bald mit den nötigen Tiefbauarbeiten begonnen.

„Im nächsten Jahr werden im Kreis in den Breitbandausbau rund 3,4 Millionen Euro investiert“, sagte Manfred Michel. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden beteiligten sich zusammen mit rund 240 000 Euro. Der Bund und das Land hätten dem Kreis insgesamt 2,15 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Den Rest trage, so der Landrat, der Landkreis Limburg-Weilburg selbst.

Wie Manfred Michel betonte, sei die heimische Region in Sachen Breitbandausbau in Hessen spitze. Dafür dankte er seinem Fachmann Martin Rudersdorf. Nachdem alle Kommunen vor zwei Jahren bereits mit 50 MB versorgt worden seien, erfolge nun der zweite Ausbauschritt. Schulen – darunter auch Krankenpflegeschulen sowie die Kreisvolkshochschule – bräuchten, wie Michel betonte, noch leistungsstärkere Internetzugänge. Wenn zehn Schüler gleichzeitig im Netz seien, sei sonst die ganze Schule lahmgelegt.

Bessere Internetverbindungen bräuchten auch Krankenhäuser für digitale Diagnostik. Aber auch die Rathäuser der Städte und Kommunen sowie die Kreisverwaltung freuten sich darüber. Folglich beteiligten sich auch alle heimischen Kommunen finanziell an dem Projekt.

Michel sprach von einer „wesentlichen Investition in die Zukunft“. Stellvertretender Regionalleiter Pietro Pitruzzella vom Beratungsbüro ateneKOM sagte, eine iPad-Klasse nutze einer Schule nichts, wenn sie nicht auch ans Glasfasernetz angeschlossen sei. Kreiskoordinator Breitband Martin Rudersdorf erläuterte, man nehme mit dem Projekt quasi den den Datenfluss bremsenden „Flaschenhals“ weg. Es komme an den Schulen also künftig zu keinen Datenstaus mehr.

Und auch Stefanie Völlmecke-Selbach, Leiterin der Lindenschule mit 120 Grundschülern, ist von dem Projekt begeistert. Denn sie geht mit den Schülern ab der zweiten Klasse jetzt schon einmal die Woche in den Computerraum und möchte das Angebot weiter ausbauen. So will sie künftig Unterricht mit Tablets anbieten, was aktuell eben aufgrund der noch nicht optimalen Netzversorgung noch unmöglich ist. Völlmecke-Selbach sagte, die Kinder in der heutigen Zeit hätten bereits vor der Grundschule Computererfahrungen. Wie sie das Internet sinnvoll beispielsweise für Recherche nutzen und sich dort sicher bewegen könnten, das müssten sie aber noch lernen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare