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Eine Verdichtung ist im Bereich Hundertmorgenschneise/Kelsterbacher Weg erlaubt, große „Bauklötze“ sind es jedoch nicht.

Bebauungsplan „Hundertmorgenschneise/Falltorweg

Ein Bauprojekt in Zeppelinheim erfordert einen Spagat zwischen Erhalt und Erneuerung

Im Gebiet Hundertmorgenschneise/Falltorweg sollen künftig moderate bauliche Veränderungen möglich sein. Gleichzeitig soll der Charakter des Wohnquartiers erhalten bleiben.

Den Charakter des schönen Gebiets erhalten, aber eine zeitgemäße und harmonische Anpassung der Wohnbedürfnisse ermöglichen – das sind die Ziele des Bebauungsplans Z 8 „Hundertmorgenschneise/Falltorweg“ für Zeppelinheim, der von den Stadtverordneten als Satzung beschlossen wurde. Damit soll dem Spagat zwischen Erhalt und Erneuerung Rechnung getragen werden. Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) freut sich, dass der Planungsprozess gemeinsam mit den Zeppelinheimern, dem beauftragten Planungsbüro Diesing und dem Fachbereich Stadtentwicklung erfolgreich zum Abschluss gebracht wurde.

Optimierte Nutzung

Vergangenes Jahr gab es dazu zwei Infoveranstaltungen am 5. Februar und 2. Mai, bei denen städtebauliche Fragestellungen erörtert und die Anregungen von Bewohnern aus dem Gebiet aufgenommen wurden. Die formale Öffentlichkeitsbeteiligung stand dann im September und Oktober auf der Tagesordnung. Vier Wochen lang lag der Bebauungsplan zur Einsichtnahme sowie zur Abgabe von Stellungnahmen im Rathaus aus und war im Internet einzusehen.

Der jetzt beschlossene Bebauungsplan erlaubt eine Optimierung der Nutzungsmöglichkeiten der Grundstücke. Im bisher nicht bebauten Teil entlang der Hundertmorgenschneise ist es künftig gestattet, unter gleichbleibender Ausnutzungsdichte zusätzliche eigenständige Gebäude im Westen der Grundstücke zu errichten. Zudem wurde in dem Bebauungsplan eine moderate Anpassung der überbaubaren Flächen vorgenommen. So sind etwa im Gebiet der bestehenden Reihenhäuser zusätzliche eingeschossige Anbauten zulässig. Auch dort wurde laut Rathaus die Ausnutzungsdichte nicht erhöht.

Der Bebauungsplan sieht auch eine bessere Nutzung der Dachgeschosse vor. Deshalb ist es auf allen Grundstücken grundsätzlich möglich, Gauben oder niedrigere Kniestöcke zu errichten, um eine größere Stellfläche unter den Dachschrägen zu erhalten. Ebenso sehen die Planer eine Anordnung von Stellplätzen auf den Grundstücken vor, die nach dem alten Bebauungsplan bislang keine Möglichkeit dazu hatten.

Schutz von Bäumen

Nicht zuletzt wurden die Grünfestsetzungen aus dem alten Bebauungsplan präzisiert und den aktuellen Rechtsvorschriften angepasst. Besondere Beachtungen haben die Planer dabei auf den Erhalt der grünen Vorgartenbereiche, den Schutz von Bäumen und die Pflanzmaßnahmen allgemein gelegt.

von Holger Klemm

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