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So sieht Begeisterung für Sport aus: Julius, der Sohn von Trampolin-Vizeweltmeister Christian Pöllath, ist einer der kleinen „TuSis“-Kicker.

Fußball in Zeppelinheim

Bändchen-Aktion: Christian Pöllath hofft auf Unterstützer für Fußballangebot für den Nachwuchs

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Ehrgeiz, Mut und Freude am Teamsport - das soll den kleinen Fußballern mit auf den Weg gegeben werden. Damit das Freitagabend-Kicken, das der Trampolinspringer Christian Pöllath ins Leben gerufen hat, ausgebaut werden kann, wurde eine besondere Aktion gestartet.

Neu-Isenburg - Freitagabend ist in Zeppelinheim Kicker-Zeit: Nachwuchsfußballer im Alter zwischen fünf und zehn Jahren treffen sich ab 18 Uhr für eine gute Stunde in der Großsporthalle. Der Diplom-Sportwissenschaftler und Vize-Weltmeister im Trampolinspringen, Christian Pöllath, hat die gemeinsame Sporteinheit Ende 2016 ins Leben gerufen. „Es gibt schon lange kein Fußball für Kids mehr in Zeppelinheim. Wir haben auch keinen Bolzplatz oder ähnliches, auf dem die kleinen Kicker auf den Spuren Messis wandeln können, da dachte ich mir, das ist doch ein gutes Angebot für die Jüngsten“, erzählt Pöllath. Er suchte auch für seinen Sohn Julius die passende Gelegenheit zum Fußballspielen.

Seine Idee stieß damals sofort auf fruchtbaren Boden: Jeden Freitag kommen zwischen 10 und 15 Kinder zum Kicken unter der Anleitung des Sportwissenschaftlers unter dem Dach der TuS Zeppelinheim. Pöllath geht es dabei um viel mehr als den perfekten Torschuss: „Die Grundlagen des Kickens lernen sie natürlich bei uns im Verein auch. Aber es geht mir immer um ein friedliches Miteinander. Religion, Herkunft, gesellschaftlicher Stand – all das spielt hier keine Rolle. Auf dem Platz sind Kinder eins“, betont der Trampolinspringer. Sie erleben in den Trainings Ehrgeiz, Mut, Freude am Teamsport. Die Kinder lernen, aufeinander einzugehen, sich gegenseitig zu respektieren und zu unterstützen. „Sie lernen das motivierende Gefühl der gemeinsamen Erfolgserlebnisse kennen. Dafür setze ich mich sehr gerne ein“, sagt Pöllath.

Mit nur zwei Euro die Nachwuchsförderung der TuS Zeppelinheim unterstützen – das geht mit dem  Kauf eines dieser blauen Kunststoffarmbänder.

Durch die internationale Struktur in Zeppelinheim ist das Training auch der beste Ort für gelebte Integration. Seit dem ersten Termin hat Pöllath mehr als 80 Einheiten mit 30 unterschiedlichen Kindern aus über zehn Nationen geleitet. So sind die Kicker auch zu ihrem Namen gekommen: „TuS international soccerkids“ – oder kurz „die TuSis“.

Inzwischen gibt es eine Partnerschaft mit dem hessischen Fußballverband. Über die Initiative Fair-Play sind die TuSis an der Netzwerkplattform für Fußballvereine beteiligt, die sich für ein besseres Miteinander auf dem Platz einsetzen.

Christian Pöllath möchte mit diesem tollen Projekt jedoch nicht nur die Kinder zu mehr Sport animieren, sondern vor allem auch Alternativen zum „Handy-Daddeln“ anbieten. So sagt er auch deutlich: „Lieber I(ntegrations)-Sport statt I(nternet)-Phone“. Die Kinder sollen einfach Spaß haben und die Sporthalle werde auch zum Ort der Begegnung, weil Eltern und Großeltern, die den Nachwuchs begleiten, ebenfalls miteinander ins Gespräch kommen.

Um Spendengelder für den Ausbau des Freitagabend-Kickens zu gewinnen, kam er auf die Idee, die Aktion der TuS-Freundschaftsbändchen zu starten. Mit dem Geld will Pöllath beispielsweise weitere Trainingszeiten anbieten, zusätzliche Übungsleiter anwerben, weitere Kinder aufnehmen oder auch Trainingsmaterial anschaffen. „Bitte unterstützen Sie die TuSis. Sie bekommen ein TuS-Silikonarmbändchen, das Sie als TuSis-Freund schmückt“, bittet der Trainer um Hilfe.

Die blauen Silikonbändchen gibt es in zwei Größen. Mit zwei Euro pro Stück helfen die Spender den TuSis schon. In den nächsten Tagen sind Kinder der TuS in Zeppelinheim unterwegs und verkaufen die Armbänder.

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