2014 mussten die Stadtwerke Dreieich Verluste einstecken

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Wirtschaftlich waren die Stadtwerke 2014 nicht ganz so erfolgreich wie im Jahr zuvor. Die Stadt erhält dennoch 480 000 Euro Gewinn.

„Wir haben ein Ergebnis, das sich den vorangegangen Jahren anschließt und erfreulich ist“, fasste Wolfgang Lammeyer, Geschäftsführer der Stadt-Holding Dreieich, den Jahresabschluss von Stadtwerken, Schwimmbädern und Verkehrsbetrieben für 2014 zusammen. Ein paar Einbußen musste der Chef aber durchaus hinnehmen: Mit 1,164 Millionen Euro fiel der Überschuss im Vergleich zu 2013 um 27 Prozent geringer aus (1,48 Millionen Euro).

„Wir mussten mehr Körperschaftssteuer und mehr Gewerbesteuer abgeben“, begründete Lammeyer diesen Verlust. Die Stadt Dreieich bekommt trotzdem einen Gewinn von 480 000 Euro ausgeschüttet, 500 000 Euro bleiben als Rücklage bei der Stadt-Holding.

Die Stadtwerke haben mit dem Energieverkauf einen Gewinn von 6,08 Millionen Euro erwirtschaftet und liegen damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Der milde Winter habe sich mit einem Minus von 21 Prozent im Gasverkauf bemerkbar gemacht, der Stromverkauf sei gleich geblieben. Insgesamt waren die Umsätze mit 50,4 Millionen Euro zehn Prozent geringer als 2013. Mit 3,6 Millionen Euro haben die Stadtwerke viel Geld in den Erhalt ihrer Anlagen investiert, 50 Prozent mehr als noch im Jahr 2013, dabei fließt das meiste Geld in das Mittel- und Niederspannungsnetz in der Stadt. Fast eine Million Euro floss in die Wasserversorgung, rund 560 000 Euro in das Gasnetz – das meiste Geld kosteten dabei die neuen Anschlüsse in den Neubaugebieten Heckenborn in Sprendlingen und Nördliche Albert-Schweitzer-Straße in Götzenhain.

Den größten Verlust bescherten der Stadt-Holding die städtischen Bäder. Hallen- und Freibad sorgten für ein Minus von 1,6 Millionen Euro, rund drei Prozent mehr als 2013. „Das liegt an dem Einbruch der Besucherzahlen und dem schlechten Sommer“, so Lammeyer. Waren es im Sommer 2013 noch rund 71 000 Badegäste, kamen im Sommer 2014 nur 58 628 Schwimmer. Das sind 21 Prozent weniger. Im Hallenbad und der Sauna ist der Verlust nicht so drastisch, 2013 waren es fast 100 000 Besucher, 2014 94 073 – ein Minus von fünf Prozent. Die Einnahmen sanken um 17 Prozent auf 452 000 Euro.

Verluste auch bei den Verkehrsbetrieben Dreieich, ein Defizit von 680 000 Euro. Trotz fünf Prozent weniger verkauften Fahrkarten (132 058 Stück) nahmen die Verkehrsbetriebe 30 000 Euro mehr ein: 871 000 Euro.

Erfreulich entwickelt sich die Investition in den Rhein-Main-Solarpark auf dem ehemaligen Müllhügel in Buchschlag: Fünf Prozent mehr Strom konnte die Anlage erwirtschaften, und so konnte Strom im Wert von 1,84 Millionen Euro verkauft werden.

(njo)

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