Phantastikmesse Bucon

Autor Tommy Krappweis war auf der Bucon ein gefragter Mann

  • schließen

Autoren und Verlage präsentierten sich gleichermaßen auf der Phantastikmesse Bucon. Freunde von Zauberern, Elfen oder Science-Fiction kamen dabei auf ihre Kosten.

Tommy Krappweis war auf dem Buchmessen Convent Dreieich, kurz Bucon, am Samstagnachmittag im Sprendlinger Bürgerhaus ein gefragter Mann. Das bayerische Multitalent, Autor von phantastischen und autobiografischen Büchern, Erfinder von „Bernd, das Brot“, Ensemble-Mitglied von „RTL Samstag Nacht“ und Gründer und Geschäftsführer einer eigenen Produktionsfirma, wurde immer wieder gebeten, die neuen Bücher zu signieren oder ein Selfie mit den Fans zu machen.

Er las aus seinem dritten und offiziell noch nicht erschienenen Band aus der Reihe „Ghostsitter“, eine Fantasy-Gruselreihe für Kinder ab zehn Jahren, die von dem 14-jährigen Tom erzählt, der eine Geisterbahn erbt, in der alle Geister und Monster tatsächlich echt sind. Der Autor ließ sich von seinen Lesern immer wieder in ein nettes Gespräch verwickeln. „Ich bin jetzt zum zweiten Mal hier auf der Bucon nach der Premiere im vergangenen Jahr und liebe es“, sagt der sympathische Münchner, „es ist wie so eine Art Klassentreffen mit vielen Kollegen aus dem Bereich Phantastik. Wir haben auch mal Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen, weil es doch übersichtlich und familiär hier ist“, lobte er die Organisatoren. Außerdem sei das Publikum genau die Zielgruppe seiner Bücher und die Phantastik, nicht wie auf vielen anderen Buchmessen, nur eine Nische.

Auch wenn Tommy Krappweis selbst erst das zweite Mal dabei war, Christian de Ahna und Roger Murmann organisierten den Convent in diesem Jahr bereits zum 31. Mal. In sieben Räumen des Bürgerhauses und der Stadtbücherei lasen die begehrtesten Autoren der Fantasy- und Phantastik-Szene gleichzeitig. Von 11 bis 19 Uhr konnten die Freunde der Trolle und Elfen, der Zauberer und Science-Fiction ihren Lieblingsbüchern lauschen.

Dazu waren 20 Verlage mit den jüngsten Werken aus dem Phantastik-Genre zu Gast in Dreieich, stellten die Bücher und die Autoren vor. „Phantasy zu lesen, lohnt sich immer“, betont Kathrin Dodenhoegt, vom Verlag Feder und Schwert, der in diesem Jahr Premium Partner der Bucon war. „Es ist einfach toll, nach all der Alltagshektik in eine Welt abseits der Realität einzutauchen, wie in einen Traum, in dem es einfach keine Grenzen gibt“, so die junge Frau, die das vielseitige Genre schätzt.

Bei Werkstattgesprächen mit Erfolgsautoren wie Bernhard Hennen, Robert Corvus oder Tom Finn erfuhren die Leser, wie die phantastischen Romane entstehen. „Viele von uns“, sagte Bernhard Hennen, „waren lange bevor sie Autoren waren Rollenspieler. Über das Spiel, kam ich dazu, Abenteuer zu den Spielen zu entwerfen“, erläuterte Hennen vor rund 50 Fans. Daraus sei die Leidenschaft zum Schreiben entstanden.

Die Bucon lohnt sich neben Lesungen und Neuigkeiten auch für die Preisverleihungen der wichtigsten Auszeichnungen der Branche. Der Deutsche Phantastik Preis wurde am Samstagabend überreicht. Er ging in diesem Jahr an den Erfolgsautor Markus Heitz. Die Laudatio hielt Bernhard Hennen, ein weiterer Star der Szene. Und das Bucon- Team durfte sich ebenfalls freuen: Es bekam für sein Engagement für die Literaturszene in den vergangenen 30 Jahren den Sonderpreis des renommierten Kurd Lasswitz Preises verliehen. Die Jury besteht aus einem Komitee Literaturschaffender. „Das ist eine besondere Ehre für uns“, freute sich Roger Murmann. Mit rund 800 Besuchern war die Messe wieder genau so gefragt wie in den vergangenen Jahren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare