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Der Nikolaus (Bürgermeister Dieter Zimmer) feierte gemeinsam mit Friederike Arta und vielen Kindern am Adventsfenster den 60. Geburtstag der Nikolaus-Aktion der Offenthaler Feuerwehr.

Nikolaus-Aktion

Den Nikolaus-Service der Offenthaler Feuerwehr gibt es schon seit sechs Jahrzehnten

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Leuchtende Kinderaugen allenthalben: Die Feuerwehr war am Donnerstag einmal mehr mit ihrer Nikolaus-Aktion im Ort unterwegs, um die Offenthaler Kinder zu beglücken. Und das bereits zum 60. Mal.

„Hohoho!“: Der Nikolaus stapft mit schweren Stiefeln und noch schwererem Sack über das Gelände der Offenthaler Feuerwehr. Lächelnd beugt er sich über die vielen Kinder, die ihn mit erwartungsvollen und großen Augen anschauen. Für ein Gedicht oder Lied ist bei einem solchen Andrang am knisternden Lagerfeuer keine Zeit mehr. Fast 200 Mädchen und Jungen freuen sich über einen Lebkuchen und einen Schoko-Nikolaus am Stiel. Das ist für den Mann mit Rauschebart an diesem Abend beinahe Akkord-Arbeit. Von seinem Knecht Ruprecht in der historischen Feuerwehr-Montur ist keine Unterstützung zu erwarten – die Offenthaler Kinder waren alle viel zu brav für seine Rute.

Historisches Fahrzeug

Zum 60. Geburtstag der Nikolaus-Aktion der Freiwilligen Feuerwehr Offenthal gibt es rund um das Gerätehaus ein großes Nikolausfest. Bei Lagerfeuer, Glühwein und Gulaschkanone ist der Festplatz hinter dem Feuerwehrhaus schnell voll. Zur Feier des Tages ist der Verein auch Gastgeber der Aktion Adventsfenster – und natürlich leuchtet aus dem Fensterrahmen ein Nikolaus und ein Schriftzug für die 60 Jahre.

Einer, der die Nikolaus-Aktion der Brandbekämpfer tatsächlich vom ersten Tag an miterlebt hat, ist Bürgermeister Dieter Zimmer. Genaugenommen ist er sogar der Grund, warum seit 60 Jahren am Nikolausabend die Feuerwehrautos durch Offenthal fahren und den Kindern Geschenke bringen. „Als ich mich angesagt habe, hat mein Vater, der damals Ortsbrandmeister war, die Aktion ins Leben gerufen“, berichtet Zimmer schmunzelnd. Noch heute fährt eben dieses, mit einem leuchtenden Weihnachtsbaum geschmückte, historische Fahrzeug durch Offenthals Gassen und bringt den Nikolaus von Tür zu Tür.

„Heute Abend waren wir mit fünf Feuerwehr-Nikoläusen bei 120 Kindern. Und es macht immer wieder einen solchen Spaß“, schwärmt Zimmer. Die Kinder seien sehr lieb, viele können ein Gedicht aufsagen oder singen etwas vor – und sie werfen auch immer einen ängstlichen Blick auf die Rute. „Wenn ich sie dann frage, ob sie brav waren, kommt immer ein Ja. Da haken Eltern auch schon mal ein und sagen, dass die Kleinen nur fast immer brav waren“, so Zimmer augenzwinkernd.

Gute Werbestrategie

Von Anfang an sei das Interesse an den Besuchen von dem Mann in Rot sehr groß gewesen. Waren es anfangs nur zwei Rauschebart-Träger mit Sack, sind es schon seit vielen Jahren fünf Nikoläuse, die am Abend des 6. Dezembers auf Tour gehen, um die Anfragen alle bedienen zu können. „Und ganz ehrlich: Wir erfreuen damit nicht nur die Kinder und bereiten den Familien einen stimmungsvollen Abend. Auch für die Feuerwehr Offenthal ist die Nikolaus-Aktion von großer Bedeutung. Denn es ist immer so geblieben, dass wir nur Kinder besuchen, deren Familien auch Mitglied bei der Feuerwehr sind“, erläutert Zimmer. Das Ergebnis dieser guten Werbestrategie: Mit 600 Mitgliedern ist Offenthal der größte Feuerwehrverein im Kreis Offenbach. „Denn viele Leute bleiben im Verein, auch wenn ihre Kinder aus dem Nikolaus-Alter draußen sind, weil sie die Feuerwehr unterstützen wollen“, weiß Dieter Zimmer.

Friederike Arta, Initiatorin der Offenthaler Adventsfensters, war glücklich über die große Resonanz, die das Fenster bei der Feuerwehr erfuhr. „Ich bin überhaupt sehr zufrieden, wie gut die Aktion läuft. Bei uns zum Start waren 120 Offenthaler, selbst am verregneten Montag waren 40 Leute am Fenster. Es ist einfach eine schöne Sache, in der Vorweihnachtszeit entspannt zusammenzukommen“, hofft sie noch auf viele schöne Treffen in den nächsten zwei Wochen.

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