Umfangreiche Arbeiten

Baierhansenwiesen: Grünes Idyll und Paradies für Familien

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Die Baierhansenwiesen dienen den Bürgern Dreieichs als grüne Idylle zum Erholen und Kraft schöpfen. Damit dieses Angebot auch für Familien attraktiv wird, soll es künftig einen Familiengarten mit 18 Parzellen zum Bepflanzen geben.

Die Baierhansenwiesen und das vom Verein Zukunft Dreieich angeschobene Projekt der Renaturierung des Landschaftsschutzgebietes am Rande von Sprendlingen ist wahrhaft eine Erfolgsgeschichte. Jetzt gibt es sogar neue Pläne, um noch mehr Bürger daran teilhaben zu lassen. „Ich will noch gar nicht zu viel verraten, aber wir werden unseren Kräutergarten um ein neues Projekt erweitern“, kündigte Klaus Rehwald, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Umwelt- und Naturschutz und Projektleiter in den Baierhansenwiesen an.

Die Aktiven haben den Kräutergarten schon um einen Naschgarten für Kinder erweitert und mit einer weiteren Sitzgruppe ergänzt. Mittelfristig soll auch noch ein Gewächshaus entstehen. Ganz neu ist die Planung eines Familiengartens. „Wir möchten Familien, die keinen eigenen Garten haben, eine Parzelle zum Bepflanzen zur Verfügung stellen. Es wird 18 dieser Grundstücke mit je 40 Quadratmetern geben“, verriet Rehwald jetzt schon einmal ein paar Details. Eine Parzelle soll für Rollstuhlfahrer und alte Menschen reserviert bleiben, in der dann Hochbeete angelegt werden, damit sich die Menschen zum Gärtnern und Ernten nicht mehr bücken müssen.

Vor zwei Jahren begannen umfangreiche Arbeiten zur Wiederherstellung des seit 1961 ausgewiesenen Naherholungsgebietes als Landschaftsschutzgebiet in Dreieich. Seitdem hat sich viel getan. Die Stadt, die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Offenbach und der Vereins Zukunft Dreieich haben viel bewegt. „Anfangs hatten wir viel Gegenwind“, erinnert sich Klaus Rehwald. Nun gebe es aber nur noch Lob für die Renaturierung.

Rund 80 Grundstückseigentümer wurden im Süden der Baierhansenwiesen zwischen Hengstbach und Schlagsbach angeschrieben, um die Grundstücke gemeinsam mit ihnen sowie mit Unterstützung des Vereins Zukunft Dreieich zu räumen. „Die Aktion war ein großer Erfolg. Alle angeschriebenen Eigentümer haben uns tatkräftig unterstützt und engagiert mitgearbeitet“, berichtet Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) rückblickend. In den vergangenen zwei Jahren wurden 93 Grundstücke gereinigt, 54 verfallene Hütten abgebaut, 500 Kubikmeter Müll abgefahren und 90 Obstbäume und Laubbäume neu gepflanzt. „Dafür hatten wir viel Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern. So hat der Kerbverein Sprendlingen uns wirklich mit Tatkraft unterstützt. Ohne ihn wäre es nicht gegangen“, bedankte sich Klaus Rehwald noch einmal für die Räumungsaktion auf dem Gelände des heutigen Kräutergartens.

Dreieichenhain kümmert sich um die Neuanlage und Pflege der Streuobstwiesen, die Hessische Gesellschaft für Ornithologie platzierte die Nistkästen, die Freunde Sprendlingens unterstützten den Bau des Kräutergartens, das Deutsche Naturheilkunde Museum unterstützte mit Rat und Tat die Gestaltung des Kräutergartens, der Bienenzuchtverein Dreieich legte Bienenweiden an und stellte Bienenstöcke auf, und die Max-Eyth-Schule stellte in einem Projekt die neuen Bänke auf.

Alle Erwartungen hat jedoch der Lehr- und Kräutergarten übertroffen – dieser wurde im Mai vergangenen Jahres eröffnet. „Über 5000 Bürger besuchten in nur sechs Monaten die Gartenanlage und machten ihn zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Besonders erfreulich ist, dass sowohl die Dreieicher Schulen und Kindertagesstätten als auch die Seniorenheime den Garten regelmäßig nutzen“, erklärt Martin Burlon.

Klaus Rehwald lässt dabei nicht unerwähnt, dass sich einige Besucher der Baierhansenwiesen nicht an Regeln halten. So seien wiederhergestellte Flächen von neuen Trampelpfaden durchzogen, neu gepflanzte Hecken zertreten und Absperrungen zerstört worden. Der entstandene finanzielle Schaden sei erheblich. „Wir hoffen, dass sich die Situation mit dem Feldschütz, der demnächst für die Stadt Dreieich tätig sein wird, verbessert“, so Projektleiter Rehwald.

Auch in den kommenden Wochen sollen die Arbeiten in den Baierhansenwiesen weiter voranschreiten: So sind unter anderem das Aufstellen eines Storchenhorstes und die Neuanlage einer Bienenweide geplant, die der Bienenzuchtverein Dreieich in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt vornimmt.

Zudem wird demnächst der Bellungsweg, der den Parkplatz verlängerte der Fichtestraße im Osten mit der verlängerten Rosenaustraße im Westen verbindet, in einer gemeinsamen Aktion zwischen der Stadt Dreieich und dem Verein Zukunft Dreieich saniert.

„Das alles“, unterstreicht auch Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD), „ist nur dank des Engagements der Bürger und der Vereine und vieler privater Spenden möglich gewesen.“

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