Naturlehrpfad

In den Baierhansenwiesen soll bis Mai 2019 ein neuer Lehrpfad angelegt werden

  • schließen

800 Meter lang soll der neue Naturlehrpfad in den Baierhansenwiesen sein und sieben Stationen umfassen, kündigt Klaus Rehwald, Vorsitzender des Vereins Kräutergarten und der AG Umwelt- und Naturschutz an. Das 26 000 Euro teure Projekt wird mit Hilfe von Spenden und Dreieicher Firmen finanziert.

Der Kräutergarten ist ein beliebtes Ausflugsziel geworden, bis aus Frankfurt und Wiesbaden kommen die Naturliebhaber in das Pflanzenidyll in der Baierhansenwiese. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass das südliche Areal des Sprendlinger Landschaftsschutzgebietes eher ein Bild des Jammers abgab: vermüllte, längst verlassene Schrebergärten, illegale Müllabladeplätze und viele Fußgänger, die bei ihren Spaziergängen mitten durch die Wiesen liefen.

Mit dem Engagement der städtischen AG Umwelt- und Naturschutz wurden rund 50 Hektar der Wiese renaturiert. „Der breit angelegte Rundweg hat dazu geführt, dass die meisten Spaziergänger auf dem Weg bleiben und den Tieren ein geschützter Raum bleibt“, freut sich Klaus Rehwald, Vorsitzender des Vereins Kräutergarten und auch der AG Umwelt- und Naturschutz, über die wachsende Rücksicht gegenüber der Natur.

In diesem Jahr wurden junge Störche gesichtet, die geschützte und bedrohte Zauneidechse hat dort ihr Zuhause, wie Fledermäuse, Hirschkäfer und die selten gewordenen Feldhasen. „Es ist ein Kleinod für Tiere in diesem geschützten Bereich“, betont auch Andreas Malten, der als Biologe die Baierhansenwiesen schon mehrfach auf Artenvielfalt untersucht hat.

Die Erfolgsprojekte Kräutergarten (2016) und die Familiengärten (2017) sind eine Entwicklung aus diesen Aufräumarbeiten. Jetzt kündigt Klaus Rehwald die nächste Neuerung an: Bis zum nächsten Frühjahr bekommt die Baierhansenwiese einen Naturlehrpfad. In Zusammenarbeit mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie, dem BUND, dem Bienenzuchtverein, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und den Freunden Sprendlingens wird ein 800 Meter langer Pfad mit insgesamt sieben Stationen angelegt. Die Spaziergänger können dann zu den Themen einheimische Bäume, einheimische Vögel, Insekten, Totholzinsel, Tümpel und ihre Bewohner, Eidechsenburg, Kräuter- und Streuobstwiese und Lebensraum Bachlauf einiges lernen. Die Untere Naturschutzbehörde im Kreis Offenbach hat dem Naturlehrpfad bereits grünes Licht gegeben.

Finanziert wird das 26 000 Euro teure Projekt mit Hilfe von Spenden von Privatleuten und Dreieicher Firmen. „Wir hoffen, dass wir bis Mai 2019 fertig sind“, kündigt Klaus Rehwald an. Dann soll auch der Platz der Generationen fertig sein. Ein weiterer Baustein für das Naherholungsgebiet Baierhansenwiese: ein Spielplatz mit Bewegungsmöglichkeiten für Jung und Alt. Hier kann der Verein Kräutergarten auch auf die Unterstützung der Stadt Dreieich setzen.

(njo)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare