Weibelfeldschule

Berufsberatung individuell zugeschnitten

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Die Weibelfeldschule übernimmt in Sachen Berufsberatung Verantwortung. Sie hat einen neuen Raum eingerichtet, in dem Gespräche mit Schülern, Eltern, der Agentur für Arbeit und vielleicht auch Unternehmensvertretern geführt werden können.

Der kleine Raum im Erdgeschoss der Weibelfeldschule ist wohnlich und gleichzeitig praktisch eingerichtet. Zur Feier der Einweihung wurde ein bunter Strauß Tulpen auf dem Besprechungstisch dekoriert. Ein PC-Arbeitsplatz steht für Internetrecherchen bereit. Ein großes Regal ist gut gefüllt mit Infomaterial zum Thema Berufsfindung und in zwei großen Aktenschränken warten viele Broschüren zu den unterschiedlichsten Berufs- und Studiengängen.

Die beiden neuen Schulkoordinatorinnen Nicole Moll (Sek I) und Sabine van Haaren (SEK II) können ihre Beratungsgespräche künftig in diesem eigens geschaffenen Raum führen. Susanne Strauß-Chiacchio, Schulleiterin der Gesamtschule, erklärt: „Wir haben als Schule die Verantwortung, die Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten, und diese Aufgabe muss auch richtig koordiniert werden. Wir wollen das nicht einfach nur nebenherlaufen lassen, sondern haben zwei Kolleginnen, die diese Aufgabe sehr ernst nehmen.“ Der jetzt mit 2000 Euro Fördergeld über die Ausbildungsmesse der Schule eingerichtete Raum ermögliche ruhige, konzentrierte Gespräche mit Schülern, Eltern, der Agentur für Arbeit und vielleicht auch Unternehmensvertretern.

Die Weibelfeldschule ist schon jetzt in dem Bereich Berufsvorbereitung breit aufgestellt. Die fünften Klassen besuchen den Boys- und Girlsday, der jetzt im April wieder ansteht, Berufspraktika gehören ebenso ins Schulprogramm wie die Studienberatung in der Oberstufe oder gezieltes Bewerbungstraining. Herausragend ist sicher die große Ausbildungsmesse, die im vergangenen November in der 20. Auflage rund 3000 Schüler angelockt hat. „Durch den Förderverein und unseren Sponsoren können wir jetzt dauerhaft einen Beratungsraum anbieten, mit dem Schüler eine regelmäßige Anlaufstelle haben“, sagt Susanne Strauß-Chiacchio.

Nicole Moll und Sabine van Haaren haben ihre Tätigkeit schon aufgenommen. In den vergangenen vier Wochen haben sie rund 30 Schüler beraten. „Wir haben eine Sprechstunde eingerichtet, mittwochs in der sechsten und siebten Stunde ist unsere Tür offen, und auch nach Absprache sind Termine möglich“, erklärt Nicole Moll.

Den beiden Pädagoginnen geht es nicht ausschließlich um Studienberatung: „Wir wollen auch in hochwertige Ausbildung vermitteln. Auch für unsere Abiturienten ist das spannend. Es gibt sehr gute duale Ausbildungs- und Studiengänge. Und auch den Eltern von Hauptschülern machen wir immer wieder klar, dass ein Studium mit einem Hauptschulabschluss und einer guten Lehre heute möglich ist“, erklärt Sabine van Haaren.

Für Landrat Oliver Quilling ist die Einrichtung des Beratungsraums ein echter Gewinn für die Schule. „Die Bedingungen haben sich ja erheblich verändert. Während wir in den 2000er Jahren händeringend Ausbildungsplätze gesucht haben und eine Jugendarbeitslosigkeit von zehn Prozent hatten, haben wir heute den

Fachkräftemangel

.“ Da sei es wichtig, Schüler in die für sie richtige Richtung zu beraten, um möglichst falsche Entscheidungen zu vermeiden.

Der Landrat hatte noch eine gute Nachricht für die Dreieicher Gesamtschule. Im Schulentwicklungsplan hatte der Vermerk auf ein mögliches zusätzliches Oberstufengymnasium in Dreieich und eine „Konzentration auf die Mittelstufe“ an der Weibelfeldschule etwas Sorge bereitet. Aber auch in Zukunft müsse sich die Dreieicher Gesamtschule keine Sorgen machen. Langfristig sei es eine Option, am Haus des Lebenslangen Lernens in der Internationalen Schule ein reines Oberstufengymnasium einzurichten, wenn die Schule von Hans Strothoff eine neue Heimat hat. Aber auch dann werde die Weibelfeldschule mit Oberstufe weiterhin gebraucht.

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