CDU-Bürgermeisterkandidatin

Bettina Schmitt steht für Konsens statt Konfrontation

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Nachdem die CDU bei der vergangenen Bürgermeisterwahl keinen Kandidaten zu bieten hatte, geht sie in diesem Jahr mit Bettina Schmitt ins Rennen. Die nominierte Kandidatin stellte ihr Ziele vor.

Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt (CDU) hat die erste Hürde für ihre Bürgermeisterkandidatur genommen: Am Mittwochabend stimmten 61 von 62 Dreieicher CDU-Mitgliedern mit einem Ja für ihre Kandidatur – lediglich eine Nein-Stimme musste Schmitt hinnehmen.

Strahlend nahm die Kandidatin ein Küsschen von Ehemann Jürgen, den Blumenstrauß vom Parteivorsitzenden Hartmut Honka und den Applaus der Christdemokraten im Sprendlinger Bürgerhaus entgegen. „Dieses Ergebnis ist überwältigend“, sagte die Buchschlagerin sichtlich berührt.

Zuvor hatten Honka und auch der ehemalige Bürgermeister Bernd Abeln für die Parteikollegin geworben. „Bettina Schmitt hat viel erlebt, vieles gestaltet und Verantwortung getragen. Sie ist die richtige Kandidatin für unsere Stadt“, sagte Honka, bevor die Mitglieder in geheimer Wahl ihr Kreuzchen auf dem leuchtend gelben Stimmzettel machten.

Bernd Abeln erinnerte an die Nicht-Nominierung eines CDU-Kandidaten bei der vergangenen Bürgermeisterwahl: „Es gab einfach niemanden, der unseren Ansprüchen gerecht wurde. Dreieich verdient eine richtig tolle Bürgermeisterin. Bei Bettina Schmitt wird unsere Stadt in guten Händen sein“, sagte der ehemalige Rathauschef.

Die Kandidatin selbst nutzte den Abend, um ihre Ziele zu skizzieren. Die 54 Jahre alte Mutter zweier erwachsener Söhne betonte, dass sie das Bürgermeisteramt als eine sehr reizvolle und verantwortungsvolle Aufgabe erkenne und sie Dreieich mit neuen Perspektiven, frischem Wind und neu zu erschließenden Chancen in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte.

Sie lobte das Engagement und das Gemeinwesen in der Stadt, zeigte aber auch die Probleme auf, die es anzugehen gelte. Handlungsbedarf sieht sie in der Sprendlinger Innenstadt und dem Lückenschluss von Sprendlingen und Dreieichenhain mit einem Fuß- und Radweg. Sie glaube an den Wirtschaftsstandort Dreieich: „Gesunde Unternehmen bringen Steuereinnahmen, schaffen Arbeitsplätze und bilden junge Menschen aus“, sagte Schmitt. Um dies zu fördern, plane sie Firmenbesuche und Gesprächsrunden. Es gelte auch, neue Wirtschaftsunternehmen anzusprechen. „Meine feste Überzeugung ist es, dass es für Dreieich einen Neustart in der Wirtschaftsförderung geben muss. Die Gewerbegebiete müssen aufgewertet werden.“

Sie regt die Gründung eines „Startup-Campus“ als eine „chancenreiche Antwort“ auf die dynamische Wirtschaftsentwicklung an. Attraktives und bezahlbares Wohnen für Jung und Alt zu schaffen, sei die nächste Herausforderung. Dabei setzt Schmitt auf kurzfristiges Handeln: „Ziel muss es sein, in den kommenden zwei, drei Jahren neue Wohneinheiten fertigzustellen“, sagte die CDU Kandidatin. Dabei fordert sie eine Sozialquote von 25 Prozent und eine ansprechende städtebauliche Qualität des neu zu schaffenden Wohnraums.

Das Thema Kinderbetreuung und schnelle Lösungen für Eltern, die händeringend nach Plätzen suchen, hat sie ebenfalls auf ihrer Agenda. Mit schneller Modulbauweise und Nutzung vorhandener Flächen will sie für Entspannung in der Kinderbetreuung sorgen.

Aber auch im Rathaus gebe es Verbesserungsbedarf. Die Platzvergabe müsse besser koordiniert und modernisiert werden. Eine praktikable und effektive Software könne den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern.

Ihre Stärke sei es, auf Menschen zugehen zu können, dabei stehe sie für Konsens statt Konfrontation. Bürgerbeteiligung und Bürgerdialog seien ihr wichtige Anliegen. „Ich kann Ihnen versichern, dass ich auch als CDU-Mitglied eine Bürgermeisterin für alle sein werde“, betonte Schmitt. Bürgersprechstunden und Gesprächsrunden zu gezielten Themen in allen Stadtteilen, gemeinsam mit den Mitarbeitern des Rathauses, sind ihr Plan, um zu erfahren, wo der Schuh drückt. Zum Abschluss ihrer Rede erklärte die CDU-Kandidatin den Wunsch, die Wähler mögen eine Bürgermeisterin wählen, die die Kraft und den Willen habe, ein Motor zu sein und im Interesse von Dreieich vorangehe.

Mit diesem Auftakt bei der CDU ist der Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl am 28. Oktober wohl eröffnet.

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