Fahrradverleih

Byke hat den Radius für die Nutzung der Räder bis Frankfurt ausgeweitet

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Das Angebot des Bike-Sharings wird am Buchschlager Bahnhof besonders gut angenommen. Rund 100 Ausleihen gab es seit der Einführung täglich.

Die blau-gelben Fahrräder von Byke fallen im Stadtgebiet auf. Am Stadtfest hat das Berliner Unternehmen seinen Fahrradverleih gestartet – und wertet das Bike-Sharing schon jetzt als Erfolg. „Ich war ja ehrlich gesagt ein wenig skeptisch, ob das bei uns funktionieren wird. Umso mehr freut mich der Erfolg“, sagt Bürgermeister Dieter Zimmer. Nach zwei Wochen hat auch Fachbereichsleiter Bürger und Ordnung, Thomas Müller, schon sein Résumé gezogen: alles läuft ohne Schwierigkeiten.

Wie zu erwarten, ist der Standort Buchschlager Bahnhof der größte Renner, von hier aus sind die Räder am meisten im Einsatz. Aber auch von den Bahnhöfen Weibelfeld, Sprendlingen und Dreieichenhain werden die Räder oft genutzt. Rund 100 Ausleihen gab es seit der Einführung täglich. Etwas schwächer frequentiert sind die blau-gelben Drahtesel von den Standorten Götzenhain und Offenthal. Hier überlegen die Byke-Firmengründer schon, ob sie ein paar Räder aus diesen beiden Stadtteilen abziehen und die gut nachgefragten Plätze stärken.

Schon nach den ersten zwei Wochen wird der Radius der Räder erweitert: Konnten die Radler die Gefährte nur in Langen oder Dreieich abstellen, wurde inzwischen Frankfurt in das Fahrradverleihsystem integriert. Das bedeutet, die Nutzer können bis nach Frankfurt fahren und können die Räder im Stadtgebiet auch ohne weiteres abstellen. „Byke ist inzwischen auch schon in den Verhandlungen mit Neu-Isenburg“, berichtet Erster Stadtrat Martin Burlon, und auch nach Egelsbach soll das System ausgeweitet werden. Damit sei die komplette ehemalige B 3-Achse und Frankfurt an den Fahrradverleih angeschlossen. Umso mehr Städte an das Netz angeschlossen werden, umso nutzbarer und variabler wird das Ausleih-Geschäft für die Fahrer auf den geliehenen Rädern.

Schon jetzt könne Byke sagen, dass die Räder vor allem von Menschen genutzt werden, die eine einfach Strecke fahren wollen. Beispielsweise abends vom Buchschlager Bahnhof nach Hause. Das geht schneller als zu Fuß. Vielleicht sind es auch Leute, die lieber noch mal an der frischen Luft in die Pedale treten, anstatt sich in den Anschlusszug der Dreieichbahn zu setzen. Der Fahrradverleih sei aber auch praktisch für Familien, die Besuch bekommen und den Gästen auf dem Rad die schöne Umgebung zeigen möchten. „Mir fallen die markanten Räder im ganzen Stadtgebiet auf, auch an Stellen, wo sie nicht offiziell stehen. Das zeigt uns doch den Bedarf“, so Burlon. „Ich bin froh, dass Byke unsere Stadt für ihren Markteinstieg ausgewählt hat, und ich bin sehr froh, dass sie damit Erfolg haben.“

Mit den Leihrädern, so betont Burlon, konnte Dreieich noch eine wichtige Lücke für den klimafreundlichen Nahverkehr schließen.

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