Unterstützung für Sprachförderung

Deutsch als Schlüssel zur Bildung

In den Dreieicher Kindertagesstätten werden für 210 Kinder 14 Deutschkurse angeboten, die über die alltägliche Sprachförderung hinausgehen. Der Kreis Offenbach steuert jetzt zu dem Angebot 10 000 Euro bei.

Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) und Dreieichs Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) informierten sich gestern Vormittag in der Kindertagesstätte Erich-Kästner-Straße in Sprendlingen über die Sprachförderung. „Wir bezuschussen in diesem Jahr erneut das Dreieicher Sprachförderprojekt“, erklärte Claudia Jäger, die einen Scheck über 10 000 Euro für das seit 2003 erfolgreich laufende Projekt überreichte.

In den sechs Dreieicher Kindertagesstätten (Kitas) Gravenbruchstraße, Kurt-Schumacher-Ring, Am Wilhelmshof, Oisterwijker Straße, Schulstraße und seit Sommer 2014 in der Kita Erich-Kästner-Straße lernen insgesamt 210 Kinder in 14 Kursen die deutsche Sprache. Das Konzept sieht eine Förderung in Kleingruppen vor. Die Sprachentwicklung wird dabei spielerisch, gemäß Alter, Entwicklungsstand und kulturellem Hintergrund jedes einzelnen Kindes unterstützt.

Die Kindertagesstätte Erich-Kästner-Straße wurde in das Sprachförderprojekt aufgenommen, da sich die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund erhöht hatte. Aktuell wird die Einrichtung von 88 Mädchen und Jungen besucht, 45 davon mit interkulturellem Hintergrund. An zwei Sprachkursen, die von Angelika Lang-Kissel geleitet werden, nehmen dort 20 Kinder teil.

Die Lerninhalte der Kurse gehen über die alltägliche Sprachförderung im Kindergartenalltag hinaus. Die Einbeziehung und Wertschätzung der Muttersprache spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Fachkräfte zur Sprachförderung – zum Teil Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen oder pädagogische Kräfte mit jahrelanger Erfahrung im Feld Migration – stehen in engem Kontakt zu den Mitarbeiterinnen der Einrichtung und greifen Themen auf, die auch in der Kita gerade aktuell sind. Die Sprachkurse werden daher nicht isoliert abgehalten, sondern vertiefen die im Alltag erfahrenen Impulse, und die erlernten Kenntnisse finden somit sofort wieder Anwendung.

Die Mütterkurse „Mama-lernt-Deutsch“ sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des Sprachförderkonzepts der Stadt Dreieich. Zurzeit werden vier Kurse für rund 65 Mütter in der Kindertagesstätte Schulstraße und der Gerhart-Hauptmann-Schule angeboten, jüngere Kinder werden dabei gesondert betreut. Das Projekt wird von der städtischen Integrationsbeauftragten, Karin Scholl, organisiert und geleitet. Unterstützt wird sie von Barbara Maurer von der Fachberatung Kindertagesstätten.

„Mit der Sprachförderung werden Wege für eine erfolgreiche Bildungskarriere bereitet“, erläuterte Claudia Jäger. „Daher nehmen wir dieses Jahr rund 56 000 Euro in die Hand, um die Projekte in den Kommunen zu unterstützen“, so die Erste Kreisbeigeordnete.

(fnp)

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