Weihnachtlich, auch ohne Kunstweihnachtsbaum

Der Dorfbrunnenplatz ist trotzdem ein Blickfang

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Die Kunstweihnachtsbaum-Aktion macht in diesem Jahr eine Pause. Dennoch erstrahlt der Götzenhainer Dorfbrunnenplatz in weihnachtlichem Glanz. 2017 soll die 25. Auflage folgen.

Als um Punkt 18 Uhr die Lichter am Weihnachtsbaum auf dem Dorfbrunnenplatz in Götzenhain angehen, ist es kein bisschen weniger schön als in all den Jahren zuvor. Der Baum ist mit vielen Lichtern geschmückt, um den Brunnen sorgen Dutzende Kerzen, Tannenzweige und Lichterketten für weihnachtlichen Glanz. Weitere Hingucker an diesem Abend des ersten Advents sind die mehrstöckige Schokocremetorte mit Sternen und Bäumen aus Marzipan und das angestrahlte Gedicht von Hanne Rut Neidhardt am Rande des Platzes, das die Frankfurter Künstlerin zum „Sabbatjahr“ von Margarete Habernoll verfasst hat.

Die Kunstweihnachtsbaum-Initiatorin erklärt dann auch in ihrer Rede: „Eigentlich sollte heute der 25. Kunstweihnachtsbaum gefeiert werden, aber nun verschiebe ich den Jubelbaum auf das nächste Jahr. Ich schenke mir eine kleine Auszeit. Sabbat, still-selige Muße.“ Es ist ja nicht nur der 25. Kunstweihnachtsbaum, sondern auch der 25. Geburtstag des Fördervereins – und es ist 25 Jahre her, dass Margarete Habernoll die Patenschaft für den Platz übernommen hat, dort im Sommer fast täglich die Pflanzen wässert und immer nach dem Rechten sieht. „Es sind 25 Jahre Engagement, Freude, Einsatz und Leidenschaft für den Platz“, bedankt sich Habernoll bei ihren Helfern.

Die tolle Torte war ein Geschenk von Katharina Schumacher und Hans Jürgen Heck zur „Silberhochzeit“ von Habernoll mit dem Platz und dem Baum. Kira Walzog-Wagner beglückte die Besucher mit Glühweinkuchen. „So hatte ich es mir gewünscht, eine ruhige Runde, mit Schokokuchen verschmierten Mündern und einem Glas Rotwein in der Hand“, sagte Habernoll mit zufriedenem Blick auf die Menschen, die gekommen waren. Es waren nicht so viele wie in den Jahren zuvor – aber es war eine schöne, besinnliche Stimmung.

Seit 25 Jahren verwandelt die private Initiative um Margarete und Christian Habernoll, unterstützt vom Förderverein Alt-Götzenhain, den Dorfplatz in einen öffentlichen Kunstraum. Jeder Baum hat sein Konzept, seine eigene Ausstrahlung. „Viele meiner Baumprojekte haben einen biografischen Hintergrund, dieser auch. Ich schenke mir diese Zeit – eine Auszeit, ein Innehalten, Stille, Frieden, Besinnung und Atem holen“, erläutert Habernoll. Es ist auch ein Kräftesammeln für den Jubiläumsbaum im Jahr 2017.

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