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Dreiech: Müllgebühren werden erhöht

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Von: Nicole Jost

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ARCHIV - Ein Müllauto der Münchner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) steht am 26.03.2014 in München in einer Halle.
ARCHIV - Ein Müllauto der Münchner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) steht am 26.03.2014 in München in einer Halle. © Sven Hoppe (dpa)

Die Müllgebühren in Dreieich werden zum Jahreswechsel wieder steigen. Gründe dafür sind Personalkosten und die zusätzlichen Abfuhren der Biotonne.

Nach der Preissenkung für die Müllgebühren im Jahr 2014, müssen die Dreieicher ab dem 1. Januar 2017 für den Abtransport ihrer Mülltonnen und den ganzen Service der Wertstoffhöfe wieder etwas tiefer in die Taschen greifen. „Die Müllgebühren werden immer auf drei Jahre kalkuliert – und jetzt hat sich herausgestellt, dass die um zehn Prozent gesenkten Preise der Abfallwirtschaft nicht gehalten werden können“, sagte Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos).

Die Gebühren sollen nun um durchschnittlich 9,6 Prozent erhöht werden. Eine 60 Liter Tonne zum Beispiel würde somit statt 121,20 Euro 132,92 Euro pro Jahr kosten. „Im Gebührenvergleich mit den anderen kreisangehörigen Kommunen liegt Dreieich trotz eines vielfältigen Serviceangebots wie den kostenfrei nutzbaren Lagerhöfen, dem Kompostplatz und dem Wertstoffhof im guten Mittelfeld“, betonte Petra Kling, Geschäftsführerin der Dienstleistungsbetriebe Dreieich und Neu-Isenburg (DLB). Letztlich sei sie froh, dass der DLB die Preise unter dem Niveau von 2013 halten könne.

Langfristig sparen

Neben den tariflichen Kostensteigerungen für das Personal der vergangenen Jahre ist es vor allem die bundesweite Pflicht zur Einführung der Biotonne gewesen, die die Kosten der Abfallwirtschaft haben ansteigen lassen. Die zusätzliche Abfahrt der im April 2015 eingeführten Biotonne habe zwei Fahrzeuge und zwei komplette Mannschaften Personal notwendig gemacht. In diesem Zusammenhang appelliert Burlon an die Dreieicher: Mit Hilfe der Biotonne könne langfristig weiter gespart werden. Wenn die Bürger die Biotonne verstärkt nutzen und so immer weniger Restabfall anfalle, senke das die Kosten für den DLB. „Wir haben einen Preisunterschied von 144,50 Euro pro Tonne“, führt Burlon weiter aus. Während die Entsorgung des Hausmülls 239,50 Euro kostet, sind es bei der Tonne Biomüll nur 95 Euro. „Hinzu kommt, dass bei der Bioabfallentsorgung anders als beim Restmüll keine Wertstoffe verbrannt werden.“

Optimierungspotenzial

Durchschnittlich verursache jeder Dreieicher 44 Kilo Biomüll im Jahr, dieser Wert habe Optimierungspotenzial. Petra Kling geht von 60 Kilo aus, die jeder Dreieicher optimalerweise in die Biotonne stecken könne und dementsprechend weniger in die Restmülltonne. Letztlich liegt es aber wohl an denen, welche die Biotonne bislang gar nicht nutzen und weiterhin alles in den Restmüll werfen. Sie könnten künftig am meisten dazu beitragen, dass sich der Einsatz der Biotonne auch wirtschaftlich rechnet.

Weitere Änderungen in der Preisgestaltung wird es für 2017 nicht geben, auch die Preise für die Abfallsäcke bleiben unverändert. Der Magistrat hat eine Vorlage des DLB an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet, die am Dienstag, 29. November, darüber zu befinden haben wird.

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