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Ein Kreisel an dieser Kreuzung hat sich wohl erledigt. Laut Bürgermeister Martin Burlon gibt es dafür keine Zuschüsse mehr. Denkbar wäre, dass nach dem Umbau die aus der Fichtestraße kommenden Linksabbieger Vorfahrt haben.

Doch kein Kreisel

Umbau der August-Bebel-Straße in Dreieich wirft noch reichlich Fragen auf

Der an der Kreuzung August-Bebel- und Fichtestraße geplante Kreisel wird wohl nicht umgesetzt. Nun sind alternative Lösungen gefragt.

Dreieich - Als im September vergangenen Jahres die Planung für den Umbau der August-Bebel-Straße vorgestellt wurde, staunten die rund 50 Besucher des städtischen Infoabends nicht schlecht. Das beauftragte Büro hatte einen Kreisel an der Kreuzung mit der Fichtestraße aus dem Hut gezaubert. Die Idee kam gut an, sie wird aber wohl nicht verwirklicht. Diese von der CDU nach einer Sitzung des Runden Tischs Radverkehr in Umlauf gebrachte Information bestätigt Bürgermeister Martin Burlon (parteilos). Auf den Kreisverkehr solle verzichtet werden. Der Grund ist finanzieller Natur. Nach Angaben des Rathauschefs werden Kreisel nicht mehr bezuschusst.

Für die CDU-Fraktion ist die Entwicklung Anlass, eine Infoveranstaltung zum aktuellen Sachstand zu fordern. „Ob es noch weitere Änderungen an der im vergangenen Jahr durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Planung gibt, interessiert sicher nicht nur uns Stadtverordnete, sondern gerade auch die Anwohner der Straße“, sagt Partei- und Fraktionschef Hartmut Honka.

Tempo 30 zwischen Fichte- und Eisenbahnstraße unstrittig

Die im September präsentierte Planung rief geteilte Reaktionen hervor. Während die Bürgerinitiative August-Bebel-Straße das Konzept mit Lob überschüttete, begrüßte der ADFC-Ortsverband einen Umbau zwar grundsätzlich, bemängelte aber, dass im nördlichen Teil zu viele Parkplätze vorgesehen seien und die Radfahrer nicht ausreichend berücksichtigt würden. 

Vor dem Hintergrund dieser Anregungen, durch den Verzicht auf den Kreisel und die Diskussionen des Runden Tischs Radverkehr werde die Planung „kräftig durcheinander geschüttelt“, sagt Burlon. Gesetzt ist die Umgestaltung der fünf „Stummel“. Dabei sollen die Parkplätze in den fünf westlich der August-Bebel-Straße liegenden Stichstraßen geordnet werden, so dass dort 32 Autos abgestellt werden können. Unstrittig ist auch die Einführung von Tempo 30 auf ganzer Strecke zwischen Fichte- und Eisenbahnstraße. Die zuständige Landesbehörde Hessen Mobil hat nach Burlons Worten keine Einwände erhoben.

Unklar ist, wie der Knotenpunkt August-Bebel-/Fichtestraße künftig aussehen wird. Der Kreisel sollte die Verkehrssicherheit erhöhen, weil er aus allen Richtungen übersichtlich einfahrbar ist. Er sollte auch die etwas schwierige Linksabbiegersituation von der Fichte- in die August-Bebel-Straße auflösen. Nun sind Alternativen gefragt. Eine Variante, die laut Burlon denkbar ist: die Änderung der Vorfahrt nach dem Beispiel von Hainer Weg und Bleiswijker Straße. Autofahrer aus der Fichtestraße wären dann beim Linksabbiegen vorfahrtberechtigt.

Mehrere Modelle für den Umbau zwischen Fichte- und Konrad-Adenauer-Straße

Auch den Bereich zwischen Fichte- und Konrad-Adenauer-Straße nimmt das Planungsbüro noch einmal unter die Lupe. Dort könnte auf der Ostseite ein Radweg entstehen, von dem vor allem auch die Schüler profitieren würden. Die vorgesehenen Parkplätze würden bei dieser Variante auf die Westseite wandern. Nach Burlons Worten werden aber noch andere Modelle durchgespielt, auch die Standorte der Querungshilfen betreffend.

Hessen Mobil hat uns erfreulicherweise zugestanden, eine veränderte Planung einzureichen“, sagt Burlon. Wenn sie vorliegt, werde es selbstverständlich eine Bürgerbeteiligung geben, so der Bürgermeister.

VON FRANK MAHN

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