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Ermittler der Bundespolizei Frankfurt durchsuchen die Wohnung des mutmaßlichen Schleusers.

Bundespolizei 

Mann schleust Menschen mit dreister Masche nach Deutschland - Durchsuchung in Dreieich 

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Mann schleust Menschen mit dreister Masche nach Deutschland - jetzt hat die Polizei seine Wohnung in Dreieich durchsucht.

Dreieich - Einen mutmaßlichen Schleuser hat die Bundespolizei am Dienstagmorgen in Dreieich festgenommen. Das berichtet die Bundespolizei in einer Pressemitteilung. 22 Ermittler seien im Auftrag der Staatsanwaltschaft am frühen Morgen des 26.11.2019 zu der Wohnung des Mannes aus Afghanistan geschickt worden, um diese zu durchsuchen. Dabei wurden ein deutscher Reisepass, Kontoauszüge, ein Smartphone und ein Computer als Beweismittel sichergestellt. 

Dreieich: Schleuser soll Menschen am Flughafen Frankfurt eingeschleust haben

Bereits seit fast einem Jahr ermittelt die Bundespolizei gegen den polizeibekannten Mann aus Dreieich. Konkret wird ihm vorgeworfen, dass er fünf Menschen aus Afghanistan von Kabul aus über Istanbul nach Frankfurt geschleust haben soll. Nach bisherigem Ermittlungsstand brachte er sie mithilfe von deutschen Pässen bis nach Frankfurt. 

Im Transitbereich des Flughafens Frankfurt soll er ihnen dann die Ausweißpapiere abgenommen und sie dort zurückgelassen haben. Der Mann reiste unbehelligt ein, während die anderen Personen einen Asylantrag stellten. 

Dreieich: Razzia bei Schleuser vom Flughafen Frankfurt

Der Pass, der bei der Durchsuchung sichergestellt wurde, wurde bei der Schleusung benutzt. Der Mann verbleibt nun erst einmal auf freiem Fuß, die Ermittlungen dauern noch an. 

Am Hauptbahnhof in Frankfurt soll sich ein 21-Jähriger im Gewahrsam einen Rippenbruch zugezogen haben. Er lag zwei Stunden nackt in einer Zelle. Eine Scheinehe als Eintrittskarte nach Europa. Auch diesen Weg nutzen Menschen aus anderen Ländern, um ins vermeintliche EU-Paradies zu kommen – und zahlen dafür an Schleuser viel Geld.

agr

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