Sportpark in der Lettkaut

In Dreieich wird für die vierte Liga gebaggert

  • VonNicole Jost
    schließen

Die Kicker des SC Hessen Dreieich sind souveräner Tabellenführer, der Aufstieg in die Regionalliga scheint realistisch. Für die Fußballer und Zuschauer entsteht in der Lettkaut bis zur kommenden Saison eine Sportanlage, die modernsten Ansprüchen gerecht wird.

Die Bagger fräsen fein säuberlich den Rasen aus dem Hahn-Air-Sportpark in der Lettkaut. Übrig bleiben nur der Mutterboden und aufgetürmte Grasberge. Die Vorarbeiten für den neuen Rasenplatz sind erst der Beginn der großen Umbauten auf dem Platz des SC Hessen Dreieich. Die komplette Sportanlage, die in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag feiert, wird für die Regionalliga ertüchtigt. „Das ist eine Mammut-Aufgabe, und es wird zeitlich schon eng für das Programm, das wir noch vor uns haben. Aber, wir werden auch das hinbekommen“, sagt Sascha Schnobrich, Geschäftsführer der Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH (DSBM).

Die Auflagen für die vierte Liga, welche die Elf von Trainer Rudi Bommer anvisiert, sind klar geregelt. In den nächsten drei Monaten wird nicht nur ein neuer Rasen eingesät, die Spielstätte bekommt einen komplett neuen Sicherheitszaun und sehr viel mehr Zuschauerkapazität. Die Spieler werden ab der neuen Saison durch einen Tunnel auf den Platz laufen. Auf der Gegengerade bietet eine reine Sitzplatztribüne künftig Platz für 450 Zuschauer. 80 Meter lang und drei Stuhlreihen hoch werden die heimischen Fans von dort aus ihren SC Hessen Dreieich anfeuern. Hinter dem „Heimtor“ werden Tribünen mit mehr als 800 zusätzlichen Stehplätzen errichtet.

„Ein Schmuckkästchen“

Im abgetrennten Gästebereich entstehen 500 weitere Stehplätze, die durch einen neuen Süd-Eingang mit eigenen Kassen, Verpflegungs- und Toilettengebäuden erreicht werden. Neben der Haupttribüne, die dann als VIP- und Pressetribüne unmittelbar hinter den Trainerbänken eine besondere Atmosphäre hat, wird eine weitere LED-Anzeigetafel installiert. Das nach Bundesliga-Standards neu angelegte Spielfeld wird künftig von leistungsstarken LED-Flutlichtstrahlern taghell erleuchtet. Mehr als eine Million Euro kostet der Umbau des Sportgeländes.

„Die neue Lettkaut wird das rot-weiße Schmuckkästchen des SC Hessen“, freut sich Sascha Schnobrich. „Besonders wird sein, dass wir auch bei einem mit fast 3000 Zuschauern ausverkauften Haus knapp der Hälfte der Besucher Sitzplätze anbieten können. Wir freuen uns auf viele neue Gesichter bei den Heimspielen,“ ist Schnobrich von einem Zuschauerzuwachs überzeugt. Spiele gegen den FSV Frankfurt, Kickers Offenbach oder auch die Stuttgarter Kickers seien hochinteressant und ziehen sicher viele Fußballfans der Region nach Dreieich.

Bei aller Infrastruktur, für die jetzt die Voraussetzungen geschaffen werden, braucht es in der anvisierten Regionalliga auch mehr helfende Hände. Große, rote Plakate in der Stadt sind nicht mehr zu übersehen. Der SC Hessen sucht Menschen für das „Team der ersten Stunde“, und damit den Pressebetreuer, Ordner, Platzwart, Fan-Beauftragten, Würstchenbräter oder Kleinbusfahrer. Der Verein will die fußballbegeisterten Menschen in der Region gewinnen, sich beim SC Hessen mit ihren Talenten und Fähigkeiten einzubringen. Besonders bei den Heimspielen braucht es viel Manpower, um den Spielbetrieb mit den vielen Zuschauer zu organisieren.

Große Euphorie

„Dieser Aufruf hat so eine sensationelle Resonanz, das können wir selbst kaum glauben“, äußert sich Schnobrich überrascht. Mehr als 100 Bewerbungen seien für die mit 450 Euro vergüteten Minijobs oder auch ehrenamtliche Arbeit eingegangen. „Wir werden uns mit jedem Einzelnen treffen. Das wird ein bisschen dauern“, so Schnobrich lachend. Der DSBM-Geschäftsführer freut sich sehr, dass die Euphorie im Verein inzwischen so groß ist. „Wir gehören mit einem Aufstieg zu den Top 150 Fußballvereinen in Deutschland. Da wollen viele Menschen Teil davon sein und nahe an die Mannschaft rücken. Es ist schon toll, wie sich das in den wenigen Jahren entwickelt hat.“

Die Baustelle im Hahn-Air-Sportpark bleibt nicht folgenlos für die laufende Saison. Damit pünktlich zum Saisonstart im August alles fertig ist, wird die Mannschaft die letzten beiden Heimspiele gegen Rot-Weiß Hadamar (Samstag, 5. Mai, 15 Uhr) und Rot-Weiß Frankfurt (Samstag, 19. Mai, 15 Uhr) auf dem Rasenplatz der Susgo Offenthal, Am Sportplatz 3, austragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare