Minigolfplatz

Dreieichenhain: Wer ist so grausam gegenüber Bäumen?

Bäume sind Symbole des Lebens und Sauerstofflieferanten. Um so unverständlicher ist es, dass Unbekannte sich nun an ihnen austobten.

Es ist unnötig, unverständlich und eine Straftat: Unbekannte haben die alte Birke auf dem Dreieichenhainer Minigolfplatz so beschädigt, dass sie nicht mehr gerettet werden kann. Jetzt muss die Motorsäge dem Baum endgültig ein Ende bereiten.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Vandalen dem Baum Schaden zufügten. Bereits vor acht Jahren sorgte eine ähnliche Tat für Empörung. Ein Unbekannter hatte damals die knapp 20 Meter große Birke massiv beschädigt. Lange hat die Birke gegen die Schädigung gekämpft. Jetzt hat vermutlich der gleiche Täter erneut zugeschlagen und der Birke den Todesstoß versetzt: Das Holz des Baumes ist aufgrund der Schädigungen derart zersetzt, dass er nicht mehr standsicher ist.

Hartmut Leyer vom SV Dreieichenhain, der sich um den Baumbestand auf der Minigolfanlage kümmert, blutet das Herz beim Anblick des Baumes. Die Birke sei einer der markantesten und schönsten Bäume auf der Minigolfanlage. „Es ist ein Jammer, aber eine Untersuchung des Baumes von einem Sachverständigenbüro lässt uns keine andere Wahl als die Fällung. Das kostet uns richtig viel Geld, das wir an anderer Stelle gut gebrauchen könnten. Wir werden Strafanzeige stellen“, kündigte Leyer an.

Auch Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) ist verärgert: „Dieser Fall von vorsätzlicher Sachbeschädigung macht mich sprachlos. Leider konnten wir damals den Schädiger, dem der Baum wohl ein Dorn im Auge ist, nicht überführen. Ob es diesmal gelingt, werden wir sehen.“ Neben dem Verlust des ideellen Wertes des einstmals sehr imposanten Baumes entsteht ein Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.“

Sylvio Jäckel vom DLB AöR, im Jahr 2010 noch für den Baumbestand auf der Minigolfanlage verantwortlich, kann sich auch noch sehr genau an den damaligen Fall erinnern: „Die Birke war bis 2010 noch in einem sehr guten Zustand“, betont er. Unbekannte hatten am Stamm eine Flüssigkeit aufgebracht, die um den Stamm herum alles Leben abgetötet hatte. Zudem wurden in den Stamm Löcher geschlagen, in die Pasten hinein geschmiert wurden. Zusätzlich seien Nägel in den Stamm geschlagen worden. „Da der Baum trotz alledem überlebte, hat der Täter jetzt nachgelegt. Etwas derartig perfides habe ich im letzten Jahrzehnt in Dreieich nicht gesehen“, zeigt sich Jäckel fassungslos.

Außerdem gibt es noch einen zweiten Baum, der von Vandalen „gequält“ wurde: Eine erst im Dezember vom Bienenzuchtverein Dreieich zu Ehren des Ehrenvorsitzenden Erich Lill gespendete und im Park am Ringwäldchen in Götzenhain gepflanzte Linde wurde in den vergangenen Tagen beschädigt. Mit einem scharfen Gegenstand wurden Teile der

Rinde abgelöst

. Der DLB AöR wird versuchen, den Baum mittels Aufbringen einer Folie zu retten. Der Schaden beläuft sich auf rund 400 Euro.

Hinweise zu beiden Fällen nehmen die örtliche Polizeidienststelle, Hartmut Leyer vom SV Dreieichenhain unter h.leyer@onlinehome.de oder Sylvio Jäckel unter Telefon (0 61 03) 37 02-3 55 oder E-Mail s.jaeckel@dlb-aoer.de entgegen.

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