Handschlag für Fairtrade

Dreieicher Unternehmen schwört auf Materialien aus fairem Handel

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Das Dreieicher Unternehmen CWS Boco stellt millionenfach jährlich Textilien her. Stolz zeigt sich die Geschäftsleitung vor allem auf ihre Kollektionen für Handwerk und Industrie aus Fairtrade Material.

CWS Boco ist eines der führenden Unternehmen in Deutschland für Berufs-, Schutz-und Sicherheitskleidung mit ihrer Unternehmenszentrale in Dreieich. Aus den 51 weiteren Standorten bedienen 3500 Mitarbeiter die Nachfrage nach 38,1 Millionen Kleidungsstücken im Jahr, dazu werden 14,6 Millionen Stoffhandtuchrollen ausgeliefert und weitere vier Millionen Schmutzfangmatten.

Doch CWS Boco stellt die Kleidung und die Handtücher nicht nur her, sie reinigen sie auch millionenfach: In die Kleidungsreinigung kommen jedes Jahr 35,2 Millionen Stück und 15,1 Millionen Stoffhandtuchrollen werden jährlich an den Standorten gewaschen.

Seit Anfang dieses Jahres verbesserte das Unternehmen auch die eigene

Nachhaltigkeitsbilanz

mit dem Einkauf fair gehandelter Baumwolle. Der Baumwollanteil der Kollektionen für Handwerk und Industrie, die Profi Line, wurde auf Fairtrade Material umgestellt.

Neben strapazierfähigem Polyester besteht die Kollektion zu 35 Prozent aus Baumwolle. Dieses Rohprodukt werde mit Hilfe vieler Menschen hergestellt, so Max Teichner, Vorsitzender der Geschäftsführung der CWS Boco Gruppe. „Und die Kleinbauern wollen in erster Linie einen fairen Preis für ihre Ware. Daher haben wir jetzt den Verhaltenskodex für die Fairtrade Herstellung unterschrieben“, erklärt Teichner weiter. Dabei lege das Unternehmen die Mehrkosten bewusst nicht auf die Kunden um und erhöhe die Preise nicht. „Wir bauen darauf, dass unsere Kunden diesen Schritt wertschätzen.“ Denn die Erfahrung zeige, dass immer mehr Wert darauf gelegt werde, dass Unternehmen nachhaltig produzieren. „So können wir vielleicht auch neue Kunden gewinnen“, hofft Teichner.

Die Berufskleidung sei aufgrund der hochwertigen Materialien und der professionellen Reinigung, Reparatur und Anlieferung schon lange haltbar und damit lange tragbar. „Wir sind schon seit Jahren Vorreiter, wenn es um nachhaltige Berufskleidung geht. Daher war es der logische Schritt, in der Beschaffung auf Fairtrade Baumwolle umzustellen“, betont auch Werner Münnich, Leiter des Produktmanagements.

Dass die Kleidungsstücke aus Fairtrade Baumwolle gemacht sind, belegt ein Etikett. Der Verbraucher kann das mit einem

Code nachverfolgen

. Gibt der Träger die eingedruckte Zahlenkombination auf der Webseite ein, erhält er Informationen zum Kleidungsstück.

So erfährt er Herkunftsland, den Namen der Bauernkooperative und mehr über die Projekte, die mit Hilfe der Fairtrade-Prämie umgesetzt wurden. Mit diesen werden die Baumwollbauern und deren Familien in Indien und dem Senegal unterstützt. Die Kooperative erhält einen festen Mindestpreis für ihre Ware und die Prämie für Gemeinschaftsprojekte in den Dörfern.

Auch wenn Faitrade nicht die Richtlinien für das Bio-Baumwollsiegel erfüllt, gibt es klare Richtlinien. Der Einsatz genmanipulierter Baumwolle ist verboten, ebenso der Einsatz chemischer Düngemittel und großer Wassermengen. Das höchste Gut sei die Glaubwürdigkeit des Fairtradesiegels. Deshalb wird die Baumwolle mit Zertifikat gehandelt und die Händler müssen Sozialstandards nachweisen.

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