Stadtfest zum Tag der Deutschen Einheit

Dreieicher waren im Feiern vereint

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Vom bunten Bühnenprogramm über zahlreiche Aktionen und Angebote zum Mitmachen bis hin zu kulinarischen Leckerbissen: Den Besuchern des Stadtfestes wurde eine Menge geboten.

Beim Aufbau der Stände waren die Aktiven noch in Regenkleidung gehüllt – als das Stadtfest so richtig startete, schaute im Himmel über Sprendlingen sogar die Sonne ein wenig hervor. Zum 26. Mal begingen die Dreieicher den Tag der Deutschen Einheit mit ihrem großen Stadtfest. Die Wiedervereinigung findet dabei eigentlich nur in der Eröffnungsrede ihren Platz. So erinnerte Bürgermeister Dieter Zimmer an die große Aufgabe, Ost und West zu einem Deutschland zu vereinigen. Für die Zukunft forderte er Toleranz und Mitmenschlichkeit, besonders auch für die Menschen, die aufgrund von Krieg und Unterdrückung nicht mehr in ihren Heimatländern leben können.

Auf der Festmeile zwischen dem Alten Rathaus und der Fichtestraße ging es dann vor allem um Unterhaltung auf den drei großen Bühnen und leckeres Essen. Die Vereine nutzten die Gelegenheit, um sich zu präsentieren. Die Freunde Sprendlingens zeigten historischen Bilder, der Tierschutzverein Artgerecht präsentierte einen druckfrischen Kalender für 2017, der hübsche Tierfreundinnen mit ihren vierbeinigen Lieblingen in Szene setzt, und die Bürgerhilfe informierte über ihr Engagement für das Haus Dietrichsroth und hatte für die jüngsten Besucher ein lustiges Entchen-Spiel mitgebracht.

Beim Bienenzuchtverein wurden die Gäste verwöhnt. Imker Hermann Grennerth ließ die Festbesucher von seinen Erzeugnissen kosten. Der herbe Kastanien-Honig ist ein besonderer Schatz in seinem Sortiment, und sehr gut ging auch der Honigschnaps über den Vereinstisch. „Das ist gerade für diese Jahreszeit eine echte Medizin“, versicherte der Fachmann. Zwischen 15 und 30 Bienenstöcke hat Grennerth in jedem Jahr. Er freut sich über den Trend der Imkerei. „Aber es ist ein zeitaufwendiges Hobby, und der Imker hat Verantwortung für die Tiere, “ sagt Grennerth. Er weist darauf hin, dass es eben nicht nur Honig zu ernten gilt.

Richtig Bewegung kommt am großen Stand der Sprendlinger Turngemeinde auf. Die Sportler rocken nicht nur das Bühnenprogramm mit Musikzug, Capoeira und Akrobatik, an ihrem Stand locken auch eine Tischtennisplatte und eine große Gymnastikbahn zum selbst aktiv werden. „Natürlich verkaufen wir viel Kuchen und es bringt auch ein bisschen Geld in die Vereinskasse. Aber uns geht es an diesem Tag nur darum, präsent zu sein und für uns und unser vielseitiges Angebot zu werben“, sagt Vereinsvorsitzender Mathias Matthes. Die Baustelle an der vereinseigenen Halle geht im Frühjahr in die letzte Runde. Dann steht die Sanierung der alten Halle in Eigenleistung an. „Dank unseres Neubaus und der guten Bedingungen dort ist die Motivation unserer Mitglieder hoch“, schildert Mathias Mathes.

Das Konzept, die Festmeile in zwei Teile zu trennen, um vor allem in den Abendstunden zu vermeiden, dass wegen der Aufbruchstimmung große Lücken entstehen, war zumindest theoretisch gut. Auf jeden Fall warteten auf die verbliebenen Besucher am Abend einige reizvolle Bands, obwohl dann wieder das feuchtkühle Herbstwetter einsetzte.

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