Nach zwei Jahren

Dreieichs Klimaschutzbeauftragte Annika Jung geht

  • VonNicole Jost
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Gut zwei Jahre währte die Amtszeit von Annika Jung als Klimaschutzmanagerin der Stadt Dreieich. In dieser Zeit hat sie einiges bewegt.

Nach nur gut zwei Jahren verlässt Klimaschutzmanagerin Annika Jung die Stadt Dreieich. Die 28-jährige Landschaftsarchitektin und Energie-Managerin wechselt ins Mobilitätsmanagement für die Region Frankfurt/Rhein-Main. Die engagierte junge Frau hat mit der begonnenen Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes in Dreieich viel bewegen können.

Die Organisation des Stadtradelns gehörte ebenso zu ihren Aufgaben wie die Kooperation mit den städtischen Kindergärten. Jung hat das Carsharing App2Drive in Dreieich eingeführt, wie auch das Fahrrad-Leih-Modell der Firma Byke, das gut angenommen wird. Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) sagt: „Wir verlieren Annika Jung sehr ungern. Wir hätten gerne mit ihr weitergearbeitet.“

Ladestation für E-Bikes

Als „Abschiedsgeschenk“ hinterlässt Jung den ersten Dreieicher Klimaschutzbericht, der unter anderem ihre Arbeit in der Stadt dokumentiert. „Wir haben in dem Bericht dargestellt, was wir in den vergangenen eineinhalb Jahren geschafft haben, welche Projekte begonnen wurden, aber auch die Dinge, die wir noch nicht angegangen sind“, erklärt Karl Markloff, Ressortleiter Klimaschutz und Energie.

Zu den umgesetzten Zielen gehören die E-Tankstelle auf dem Egenberger Parkplatz sowie Workshops und Netzwerktreffen mit den städtischen Kitas, um nachhaltiges Denken und Handeln in den Kindergartenalltag zu implementieren. Im Mittelpunkt habe neben den Projekten durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit auch die Bewusstseinsbildung in der Verwaltung und bei den Bürgern gestanden.

„Das die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele für 2020 gecancelt hat, ist für uns nicht gerade förderlich. Aber wir lassen nicht nach“, verspricht Markloff. Geplant ist in Kooperation mit den Stadtwerken eine Ladestation für E-Bikes vor der Volksbank in Sprendlingen. Überhaupt seien die Stadtwerke ein wichtiger Partner beim Erreichen der gesetzten Klimaziele, auch mit ihren alternativen Programmen wie „Solarpur“, das den Dreieichern Solarstrom durch einen Pachtvertrag ermöglicht.

Nachfolger gesucht

Für 2018 soll noch ein Wettbewerb zum ältesten Kühlschrank in der Stadt ausgeschrieben werden. Dem Gewinner winkt ein nagelneuer Triple-A-Kühlschrank, und den Platzierten verspricht Markloff einen Zuschuss zu einem solch energiesparenden Modell.

Die Stadt Dreieich ist schon auf der Suche nach einem neuen Klimaschutzmanager, der die Arbeit von Jung weiterführt. Zimmer und Markloff hoffen, dass der Posten spätestens zum Jahreswechsel wieder besetzt ist. Annika Jung wünscht ihrem Nachfolger, dass er die von ihr angeschobenen Projekte weiter- und zum Erfolg führen kann. „Ich habe viel Zeit, Arbeit und Herzblut investiert – natürlich wünsche ich mir, dass es hier erfolgreich weitergeht.“

(njo)

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