HSV Götzenhain auf Titelkurs

Acht Monate nach dem Abstieg sind die Handballer des HSV Götzenhain drauf und dran, in die Bezirks-Oberliga zurückzukehren. Der Halbzeitmeister der A-Klasse geht mit einem satten Vorsprung in die Rückrunde.

Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Handballer des HSV Götzenhain nicht das Ticket für die Bezirks-Oberliga Offenbach/Hanau lösen sollten. Bei sieben Punkten Vorsprung dürfte für den souveränen Spitzenreiter der A-Klasse in der Rückrunde eigentlich nichts mehr schief gehen. „Im Endeffekt schon, aber so leicht dürfen wir es uns nicht machen“, mahnt Götzenhains aktiver Teamsprecher David Blischke seine Mitspieler.

Nach einer optimalen Hinrunde liegt der HSV mit 20:0 Punkten auf Rang eins, dahinter folgen mit gehörigem Abstand die TGS Niederrodenbach II (14:6) und die HSG Preagberg (13:7). Der Meister und der Tabellenzweite steigen in die BOL auf.

Rückblende: Vor acht Monaten herrschte im Dreieicher Stadtteil noch Frust. Sang- und klanglos waren die Götzenhainer als Tabellenletzter abgestiegen. Trotz des Misserfolgs blieb Trainer Igor Naric an Bord, auch der Großteil der Mannschaft hielt dem HSV die Treue. Mit der Mission „direkter Wiederaufstieg“ startete man in die Vorbereitung. „Die Meisterschaft hatten wir nicht als Zielsetzung ausgegeben, aber zumindest soll am Ende der Aufstieg herausspringen“, so Blischke.

Die Konkurrenz hat nach eigenen Patzern in der Hinrunde den HSV bereits frühzeitig zum Meister erkoren. Die Götzenhainer zeigen sich davon unbeeindruckt und wollen weiter konzentriert arbeiten. Das war in der Hinrunde einer der großen Schwachpunkte im HSV-Team, wie Blischke resümiert: „Wir haben uns mit Disziplinlosigkeiten auf und neben dem Platz selbst geschadet.“

Mit klaren Worten hat Trainer Naric seinem jungen Team diesen Schlendrian offenbar ausgetrieben – und bei weiteren Fehltritten auch mit Konsequenzen gedroht. „Wir wollten diese Spielfehler aus der letzten Saison nicht wiederholen“, unterstreicht Blischke. Und das bislang mit großem Erfolg.

Selbst den langfristigen Ausfall von Kapitän Ivan Isakovski, der sich nach wenigen Spielen eine schwere Knöchelverletzung zuzog, steckten die Götzenhainer mühelos weg. „Wir haben gehofft, dass die Runde so gut läuft, aber es war nicht unbedingt zu erwarten gewesen angesichts der starken Konkurrenz“, meint Blischke. Die Mannschaft sei weiter zusammengewachsen, zieht der 22-Jährige aus dem Abstieg auch etwas Positives.

Gleichwohl die Rückrunde noch aussteht, laufen beim HSV bereits die Planungen. Naric und Co-Trainer Alex Berz werden sehr wahrscheinlich eine weitere Saison dranhängen, Gespräche mit den Spielern werden in den kommenden Wochen angegangen.

In der BOL dürfte es für den HSV in der neuen Saison nicht einfacher werden. Im Gegenteil: Die Bezirks-Oberliga wird aller Voraussicht nach um eine Mannschaft aufgestockt, weil der TV Flieden aus der BOL Melsungen/Fulda in den Bezirk Offenbach/Hanau wechseln möchte. „Das scheint beschlossene Sache und bedeutet dann, dass es vermutlich drei Absteiger geben wird“, schaut Blischke bereits voraus.

Die Gegenwart sieht dafür sportlich um einiges rosiger aus: Wenn die Götzenhainer am 14. Januar beim Tabellenvorletzten Altenhaßlau die Rückrunde angehen, sollen die nächsten Punkte auf dem Weg zum Gewinn der Meisterschaft eingefahren werden.

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