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Joseph Hausberger blieb nur einen Schlag über dem Platzstandard und war damit zweitbester Neuhofer.

GC Neuhof

Heimvorteil genutzt

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Punkt um Punkt näherte sich der Jäger dem Gejagten. Und dann hatten es die Herren des Golf-Clubs Neuhof geschafft.

Mit einem überlegenen Heimsieg verdrängten sie Dresden noch von der Tabellenspitze und qualifizierten sich für das Aufstiegsduell zur Bundesliga. Am 21. August treffen die Hessen nun in Herzogenaurach auf den Süd-Ersten GC München Eichenried.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga Mitte war klar: Sobald die Gastgeber mit einem Schlag weniger als der in der Tabelle knapp führende Neuling GC Dresden-Ullersdorf auskommen würden, wären sie am Ziel. „Wir haben Dresden bei jedem Spieltag mehr und mehr unter Druck gesetzt. Unser Vorteil war klar: Sie kennen den Platz auf Hofgut Neuhof nicht. Und der hat es in sich. Er ist wesentlich schwieriger, als er aussieht. Vor allem, wenn die Fahnen derart sportlich herausfordernd gesteckt sind wie es diesmal der Fall war“, sagte Headcoach Michael Mitteregger.

Die Schwierigkeit bereitet auf dem Gelb/Rot-Kurs vor allem der Abschlag. Wer vom Tee die Fairways nicht trifft, bekommt Schwierigkeiten. Das haben auch die Dresdner bitter erfahren müssen. „Wir haben taktische Fehler begangen, haben paarmal die falsche Schlägerwahl beim Abschlag getroffen“, meinte Dresdens Spieler Jonas Eisold, der den Platzstandard Par im Einzel um elf, im Vierer gar um 13 Schläge verfehlte.

Die Spieler des GC Neuhof kennen die Anlage natürlich bestens. Entsprechend waren die Resultate. Paul Zwanzig spielte mit soliden langen Schlägen eine 69er Runde. Nach vier Birdies und nur einem Bogey kehrte er ins Clubhaus mit drei Schlägen unter Par zurück: Das war die beste Runde des Tages. „Für ihn freut es mich besonders. Im vergangenen Jahr wurde er kein einziges Mal eingesetzt, ist aber immer als Caddie mitgegangen und hat die Mitspieler unterstützt“, lobte Team-Kapitän Norman Schenk den 21-Jährigen.

Stark trumpften auch Joseph Hausberger (+ 1), Philipp-Noah Nazet (+ 3) und Tom Barzen (+ 3) auf, eine solide Runde absolvierten Jan-Philipp Heyen (+ 5), Marco Ullmann (+ 6) und Ludwig Schäfer (+ 6), der sich mit jeweils einem Doppelbogey auf der 16. und 18. Bahn den Score verdarb. Routinier Benedict Gebhardt (+ 7) wurde das Loch elf zum Verhängnis. Auf dem recht langen, aber nicht allzu schwierigen Par 3-Loch benötigte er sechs Schläge.

Das war schon die Entscheidung. Denn nach den Einzeln betrug der Vorsprung auf Dresden bereits 25 Schläge. „Das kann man bei drei Vierern, die in die Wertung kommen, nicht vergeigen“, betonte Schenk. Doch der Kapitän wollte mehr. „Ich habe den Jungs eingeschärft, dass wir daheim spielen und ich daher auch den Tagessieg erwarte.“ Den holten sie sich dann mit einem Riesenvorsprung. Auch in den Vieren waren sie mit Abstand die Besten. „Gratulation an Neuhof. Wir wussten, wenn wir mit nur einem Punkt Vorsprung hierherkommen, wird es kaum reichen. Um in das Aufstiegsspiel zu kommen, hätten wir bereits vorher auf den neutralen Plätzen für einen Vorsprung sorgen müssen“, fasste Eisold zusammen.

Und so dürfen die Hessen am 21. August auf dem neutralen Platz in Herzogenaurach gegen Eichenried einen Anlauf zur Rückkehr ins Oberhaus unternehmen. Norman Schenk ist zuversichtlich: „Jetzt bekommen die Jungs einige Tage Urlaub. Dann werden wir uns sehr intensiv auf dieses Spiel vorbereiten. Dank eines Sponsors können wir sogar den in den USA spielenden Lukas Richter einfliegen.“

(löf )

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