Flüchtlings-Betreuung

Helfer sind nötig

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Die Stadt Dreieich stellt auch in Dreieichenhain Häuser für Flüchtlinge bereit. Nun informierte sie die Anwohner.

Nach und nach werden Häuser gekauft und angemietet, um die Flut von Flüchtlingen nach Möglichkeit in kleinen Einheiten unterzubringen. Die Stadt Dreieich setzt dabei auf die Information der Bürger. Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) hatte gemeinsam mit Karin Scholl vom Integrationsbüro und Sarah Ahmed vom Diakonischen Werk die Anwohner in Dreieichenhain in die Burgkirchengemeinde eingeladen, um zu erläutern, wo die Menschen aus den Krisenregionen der Welt einziehen werden. So sollte den Dreieichenhainern Gelegenheit geboten werden, Fragen zu stellen oder Sorgen zu äußern.

In der Taunusstraße, in der Tucholskystraße, in der Weimarstraße und „An der Trift“ wurden bereits Häuser angemietet oder gekauft. „Wir lassen die Leute nicht alleine, sie werden professionell von der Stadt und der Diakonie betreut. Jeden Tag melden sich neue Ehrenamtliche, die im „Netzwerk Flüchtlingshilfe Dreieich“ helfen wollen“, freut sich Zimmer.

Ob es Beschwerden oder Fragen gebe, wollte Zimmer wissen. „Nein, ich kann überhaupt nichts zu Belästigungen sagen“, erklärte Wolfgang Frenzel, Anwohner in der Hainer Chaussee, wo die Flüchtlinge im §Frankfurter Hof“ untergebracht sind. „Aber mir machen die Zahlen Angst, wo bringen wir all die Menschen unter, sie haben eine andere Kultur und es sind sehr viele“, sagte der Dreieichenhainer.

Zimmer regte an, sich den Flüchtlingen zu nähern, sie kennenzulernen. „Ich habe schon viele Menschen kennengelernt, sie sind eine Bereicherung für unsere Stadt. Aber wie viele jetzt tatsächlich noch kommen, können wir auch nicht sagen. Und ja, es ist auch eine Herausforderung für uns als Stadt, der wir uns am besten alle gemeinsam stellen.“

Silke Lojewski schilderte als eine Ehrenamtliche, dass ihr die Betreuung einer afghanischen Familie sehr viel Freude bereite und ihr auch viel zurückgebe: „Die Sprache ist der Zugang zu unserer Kultur und anfangs sprachen die Kinder nur einzelne Worte, jetzt nach wenigen Monaten sind es schon ganze Sätze, das ist sehr schön.“

Einig waren sich alle an diesem Abend in der Burgkirche, dass das Zusammenleben nur über den persönlichen Kontakt klappt. Stefanus, ein Flüchtling aus Eritrea, sagte ganz deutlich: „Wir kommen hier an, sprechen die Sprache nicht, haben so viele Probleme. Flüchtlinge brauchen Helfer, die ihnen zeigen, wie das Leben in Deutschland funktioniert, welche Regeln es gibt. Dann ist es viel einfacher.“

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