Sprendlinger Adventsmarkt

Holzbildhauer erfreute Sprendlinger Adventsmarktbesucher

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Mit einem leisen Modell einer Motorsäge bearbeitet Klaus Staiger den mächtigen Holzblock vor dem Brunnen auf dem Lindenplatz. Um ihn herum scharen sich viele Gäste des Sprendlinger Adventsmarktes,

Mit einem leisen Modell einer Motorsäge bearbeitet Klaus Staiger den mächtigen Holzblock vor dem Brunnen auf dem Lindenplatz. Um ihn herum scharen sich viele Gäste des Sprendlinger Adventsmarktes, um den Zimmermann aus dem Schwarzwald bei der Gestaltung seiner Holzskulpturen zu beobachten. Mit gezielten Schnitten lässt er die Säge durch das Holz gleiten und es entsteht ein großes, aber sehr ebenes Herz, dass sofort viele Fans hat. Peter Theuer, Vorsitzender des Gewerbevereins Aktives Dreieich, beobachtet den Trubel am frühen Samstagabend vor der Erasmus-Alberus-Kirche überaus zufrieden. Es ist viel los, die Buden sind in weihnachtliches Licht getaucht, und der Glühwein fließt in Strömen.

„Solch ein Kunsthandwerk direkt im Entstehen beobachten zu können, das ist natürlich ein Geschenk“, freut sich Theuer über den Stand von Klaus Staiger. Der Kontakt war über die am Lindenplatz ansässige Zahnärztin Isolde Tourbier entstanden, die selbst einige Holzskulpturen von Staiger in der Praxis hat. „Ich bin gerne gekommen“, sagt Staiger, „es ist ein schöner Platz. Auch wenn ich die großen Skulpturen selten auf den Märkten verkaufen kann, gehen die kleinen Sachen wie Sterne und Laternen doch sehr gut. Manchmal kommt später auch eine Anfrage nach einer Skulptur“, berichtet der Zimmermann und Holzbildhauer über gute Erfahrungen.

Vier Monate lang haben sich Theuer und sein Team um die Besetzung der rund 25 Buden auf dem Lindenplatz bemüht. 19 von ihnen sind schon zum wiederholten Male dabei – einige, wie eben Staiger, sind neu. Der Organisator bedauert ein bisschen, dass nur wenige Vereine mit am Start sind. Dafür sind die „Bimmbären“ sogar mit vereinseigenem Nikolaus gekommen, der eifrig Schokonikoläuse verteilte und damit natürlich für strahlende Kinderaugen sorgte. Ebenfalls dabei: das Offenbacher Theresien Kinder- und Jugendhilfezentrum, die Kindertagesstätte Am Wilhelmshof, der Verkehrsverein und die Fußballer von der Fortuna Dreieich.

An den meisten Ständen gibt es Essen und Trinken – und da ist auch der größte Andrang. Das Angebot reicht von Fischbrötchen über türkische Spezialitäten bis zu Kartoffelpuffern, die auf einem richtigen Weihnachtsmarkt niemals fehlen dürfen. „Die Leute kommen natürlich vor allem, um andere Menschen zu treffen, einen Glühwein zu trinken und was zu essen“, weiß auch Theuer. Sabine Hilbert ist dennoch zufrieden, bei ihr gehen Strickmützen, Schals und Socken über die Budentheke. Sie ist zum dritten Mal dabei. „Socken und Mützen gehen immer, wir haben aber unseren Stand jetzt ein bisschen vergrößert und bieten auch Glühwein und Snacks an. Das lohnt sich ehrlich gesagt am meisten“, sagt die Sprendlingerin lächelnd. Abgerundet wurde das Programm mit einem Konzert zum ersten Advent mit russischen Solisten aus Minsk in der Kirche.

(njo)

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