Hundebisse kosten Linde das Leben

Ein Hund hat eine Linde auf einem Spielplatz so verbissen, dass sie wohl absterben wird. Der DLB hat Anzeige erstattet.

Auf dem Spielplatz Gravenbruchstraße wurde Ende vergangener Woche eine zehn Meter hohe Linde von einem Hund derart geschädigt, dass der Baum in kurzer Zeit absterben wird. Der Sachschaden beziffert sich auf 4000 Euro. Der Dienstleistungsbetrieb (DLB) hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet und bittet die Bürger um Hinweise.

DLB-Chefin Petra Klink sagt: „Ein ungeheuerlicher Vorfall und in diesem Gebiet leider nicht der erste. Vor wenigen Jahren wurde in der Offenbacher Straße, nur 100 Meter von der Linde entfernt, ein Urweltmammutbaum auf ähnliche Weise stark geschädigt. Nur mit erheblichem Aufwand konnte der Baum überleben.“

Sylvio Jäckel, beim DLB für den Baumbestand in Dreieich verantwortlich, erklärt: „Der Hund hat die Rinde und das darunter liegende Kambium des Baumes in zirka einem Meter Höhe fast komplett um den Baum herum weggebissen. Somit kann kein Wassertransport mehr erfolgen. Der Baum wird sukzessive absterben. Es liegt deshalb ein ökologischer und wirtschaftlicher Totalschaden vor.“ Gemäß einer Gehölzwertermittlung ergebe sich für die Linde ein Wert von 4000 Euro.

Zeugen haben am Donnerstag, 19. Februar, gegen 16 Uhr, auf dem Erdwall zwischen dem Spielplatz Gravenbruchstraße und der Offenbacher Straße einen Mann mit schwarzem Hund gesehen. Dabei habe der Hund kleinere Bäume angefallen und mit diesen „gekämpft“. Verbissspuren wurden hier am Jungbaumbestand unmittelbar in der Nähe der Linde an verschiedenen Stellen festgestellt. Der DLB und die Stadt Dreieich bitten die Bürger um weitere Hinweise, die zur Identifizierung des Hundehalters führen.

Hinweise nehmen die Polizeistation Dreieich unter der Telefonnummer (0 61 03) 5 06 60 oder Sylvio Jäckel beim DLB unter Telefonnummer (0 61 03) 6 01-4 57 entgegen.

(fnp)

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